Düsseldorf - Erstmals mehr als 1000 Professorinnen in NRW

Erstmals mehr als 1000 Professorinnen in NRW

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Düsseldorf. Frauen auf dem Vormarsch: An Nordrhein- Westfalens Hochschulen waren 2009 erstmals mehr als 1000 Professorinnen beschäftigt. Das geht aus einer Statistik des Wissenschaftsministeriums hervor, auf deren Grundlage die Fördermittel für Gleichstellung an den Hochschulen verteilt werden.

In den Fachhochschulen gehe inzwischen fast jede dritte Professur an eine Frau, an den Universitäten jede Vierte, teilte das Ministerium am Dienstag mit. Insgesamt sei der Frauenanteil an den ausgewerteten insgesamt 26 Universitäten und Fachhochschulen von 14,4 im Jahr 2008 auf 16,3 Prozent im vergangenen Jahr gestiegen.

In der Statistik sind nur die Hochschulen erfasst, die am Gleichstellungsprogramm des Landes teilnehmen. Insgesamt gibt nach Angaben des Ministeriums in NRW 68 Hochschulen.

Spitzenreiter beim Frauenanteil an Universitäten ist demnach die Universität Paderborn mit 22,3 Prozent, gefolgt von Wuppertal mit 20,3 Prozent und der Uni Siegen mit 20,2 Prozent. Frauenstärkste Fachhochschule (FH) ist die in Bielefeld mit einem Anteil von 23,7 Prozent. Es folgt die FH Niederrhein mit 19,6 Prozent und Münster mit 19 Prozent. Schlusslichter sind die Deutsche Sporthochschule in Köln mit 6,1 Prozent und die Fachhochschule Südwestfalen mit 10,3 Prozent.

In diesem Jahr erhalten die beteiligten NRW-Hochschulen nach Ministeriumsangaben 7,5 Millionen Euro Frauenförderung. Das seien 70 Prozent mehr als 2005. Neben der Erhöhung der Fördersumme seien auch die Förderkriterien umgestellt worden. Während zuvor einzelne Projekte der Frauenförderung finanziert worden seien, werde das Geld jetzt nach Erfolgen der Gleichstellungsarbeit verteilt. „Damit haben wir eine Menge erreicht”, erklärte Wissenschaftsminister Andreas Pinkwart (FDP). „Inzwischen wird jede fünfte NRW-Hochschule von einer Frau geleitet.” Vor fünf Jahren habe es in Nordrhein-Westfalen lediglich zwei Rektorinnen gegeben.
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