Erst Studium in Aachen, dann Job in Aachen

Von: Nils Heinichen
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Gespräche führen, Kontakte k
Gespräche führen, Kontakte knüpfen: Die Nacht der Unternehmen bringt Firmen aus der Region und angehende Akademiker zusammen. Viele nutzen die Chance. Foto: Ralf Roeger

Aachen. „Klasse, wie viele Informationsmöglichkeiten es hier gibt”, sagt Yiqing Yan begeistert. Die 22-jährige Studentin macht ihren Master in Energietechnik in Aachen und besuchte erstmals die Nacht der Unternehmen, die in diesem Jahr bereits zum fünften Mal im Technologiezentrum am Europaplatz stattfand.

„Ich bin bereits auf der Suche nach Möglichkeiten für die Zeit nach meinem Studium. Vielleicht finde ich jetzt heute sogar schon einen Hiwi-Job”, erklärt Yan.

Auch ihr Kommilitone Peter Furla schaut sich die Aachener Unternehmervielfalt zum ersten Mal an. „Es ist hier viel leichter, mit den Unternehmen ins Gespräch zu kommen als anderorts”, begründet er sein Kommen. Peter Furla hat seinen Bachelorabschluss in Polen gemacht und ist erst seit einem Monat in Aachen, um hier mit seinem Master zu beginnen.

Der facettenreiche Standort Aachen hat ihn angesprochen. Damit dies kein Einzelfall bleibt, soll die Nacht der Unternehmen auch viele andere Aachener Studenten von Aachen, insbesondere als Arbeitsort, überzeugen. „Oft ist es leider so, dass die Crème de là Crème der Aachener Studierenden von auswärtigen Unternehmen weggeschnappt wird”, erklärt Günter Bleimann-Gather, Vorstandsmitglied der TEMA Technologie Marketing AG. „Das wollen wir in Zukunft vermeiden und unsere exzellenten Studienabgänger in Aachen halten”, ergänzt er. Aufgrund dessen entstand vor einigen Jahren die Idee zur Nacht der Unternehmen, bei der lediglich Unternehmen aus der Region teilnehmen dürfen.

In diesem Jahr präsentiert sich die Nacht der Unternehmen allerdings deutlich internationaler. Durch eine enge Kooperation mit den Niederlanden sind unter den insgesamt rund 80 vertretenen Firmen sechs aus dem Nachbarland. Durch die Initiative „5 x 5 - Welcome to Aachen” sollen auch ausländische Studenten vom Aachener Angebot angesprochen werden. So können sich potenzielle Fachkräfte aus verschiedenen europäischen Ländern die Reize des Standortes Aachen vergegenwärtigen.

Vorrangiges Ziel bleibt allerdings, Aachener Studenten nicht zu verlieren. „Innerhalb der nächsten zehn Jahre werden wir in Nordrhein-Westfalen 600 000 Fachkräfte zu wenig haben. Dem müssen wir entgegenwirken”, betont auch der nordrheinwestfälische Staatssekretär im Arbeitsministerium, Wilhelm Schäffer. „Daher ist es ganz wichtig, dass wir die Aachener Studenten vom Standort Aachen überzeugen”, fügt der Politiker im Gespräch mit dem stellvertretenden Chefredakteur unserer Zeitung, Bernd Büttgens, an.

Das Interesse an der Veranstaltung ist noch größer geworden. Es gab mehr als doppelt so viele Voranmeldungen als im Vorjahr. Die magische Grenze von 2000 interessierten Studenten könnte in diesem Jahr überschritten worden sein, meint Günter Bleimann-Gather. „Wir haben die ganze Palette der Aachener Industrie hier. Die Studenten sollen die Möglichkeiten nutzen, Kontakte zu knüpfen und zumindest einen Praktikumsplatz zu ergattern”, fordert er die zahlreichen Interessenten auf.

Kurze Zeit später steigen auch schon die ersten in die Busse ein und fahren zu den Unternehmen in der Stadt.
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