Berlin - Elf Prozent der Studenten mit ausländischen Wurzeln

Elf Prozent der Studenten mit ausländischen Wurzeln

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Berlin. Jeder zehnte Student in Deutschland hat ausländische Wurzeln. Auf dieses Ergebnis seiner jüngsten Sozialerhebung von 2009 machte das Deutsche Studentenwerk (DSW) zum Integrationsgipfel der Bundesregierung am Mittwoch aufmerksam.

„Es ist noch viel zu tun, damit an den Hochschulen Menschen mit Migrationshintergrund künftig so stark vertreten sind, wie es ihrem Anteil von fast einem Fünftel an der Gesamtbevölkerung entspricht” erklärte DSW-Präsident Rolf Dobischat in Berlin. Nach der Erhebung sind an den Hochschulen 174.000 Studenten ausländischer Herkunft eingeschrieben. Ihr Anteil an der Gesamtzahl liegt bei elf Prozent.

Auffallend viele kommen aus einkommensschwachen Familien: Der Anteil ist mit 34 Prozent fast dreimal so hoch wie bei den Studenten deutscher Herkunft (13 Prozent).

Viele von ihnen sind auf Bafög und Nebenjobs angewiesen. Dobischat: „Das lässt einen Schluss gegen den derzeitigen Meinungs-Mainstream zu: Jugendliche mit Migrationshintergrund aus ärmeren, bildungsfernen Verhältnissen, die es an die Hochschule schaffen, sind offenbar besonders ehrgeizig und bildungsorientiert.

Vier Prozent der Studenten mit ausländischen Wurzeln sind eingebürgert - vor allem aus Russland, Polen, der Türkei und Kasachstan. Drei Prozent haben einen ausländischen Elternteil, ein Prozent hat die doppelte Staatsangehörigkeit.

Drei Prozent sind so genannte Bildungsinländer, die zwar keinen deutschen Pass, aber in Deutschland die Hochschulzugangsberechtigung erworben haben. Das Studentenwerk erhebt die repräsentativen Zahlen alle drei Jahre.
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