Elektro-Tankstelle: Zapfhähne am SuperC eingeweiht

Von: Christoph Classen
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Aachen. Auf dem Vorhof des „Super C”, des Service-Zentrums der RWTH am Templergraben, wurden jetzt weitere „Zapfhähne” eingeweiht.

Die Stawag eröffnete dort eine Tankstelle. Super wird es am SuperC dennoch nicht geben. Denn die Stawag hat in Aachens erste Elektro-Tankstelle investiert.

Die kleine Tanksäule hat zwei Steckdosen und ist mit zwei 350-Watt-Solarmodulen ausgestattet. Aber auch für Regenwetter wurde vorgesorgt.

Denn der Energieversorger hat die Tankstelle auch mit einem konventionellen Stromanschluss ausgestattet, sagte Stawag-Vorstand Dr. Peter Asmuth bei der Eröffnung.

Der Preis für den „Saft” ist unschlagbar günstig. Das Tanken ist kostenlos, zumindest für Stawag-Kunden. Elektrofahrzeugpiloten, die Verträge mit anderen Energieversorgen haben, können für 50 Euro eine bis Ende 2010 gültige Elektro-Tankkarte kaufen und mit dieser bis dahin ebenfalls gratis tanken. Für Stawag-Kunden ist die Karte kostenlos.

Professor Dr. Günther Schuh war sichtlich begeistert von der Tankstellen-Einweihung. Nicht nur für die Region sei das neue Versorgungsangebot bedeutend, sondern auch für die Hochschule, sagt der Prorektor der RWTH.

Und es sei allerhöchste Zeit dafür gewesen, der Handlungsbedarf habe sich stark erhöht. „Sie können es sich wahrscheinlich gar nicht vorstellen, wie weit die anderen schon sind”, vermutete Schuh. In China beispielsweise seien im vergangenen Jahr mehr Elektro- als Benzinroller zugelassen worden.

Langfristig soll in Aachen eine ähnliche Entwicklung in Gang kommen. Deswegen geben Stawag und Stadt den Elektrofahrzeugen Starthilfe. 20 stromgetriebene Roller wurden angeschafft, die von den am Projekt beteiligten Mitarbeitern jetzt im Alltag getestet werden sollen. Dabei werden Daten über das Lade- und Entladeverhalten der Fahrzeugbatterien gesammelt und ausgewertet. „Das ist keine flächendeckende Einführung, sondern ein Feldversuch”, stellte Schuh klar.

Asmuth und Stawag-Vorstandskollege Dr. Christian Becker haben aber schon weitergehende Pläne. Noch in diesem Jahr sollen mindestens vier weitere Elektro-Tankstellen in Aachen geschaffen werden. Aber eine Versorgungsinfrastruktur allein nützt reichlich wenig.

„Wir brauchen natürlich auch die Fahrzeuge”, sagte Becker. Und um dem Bürger den Umstieg von Benzin auf Strom zu erleichtern, hat die Stawag ein Förderprogramm für Elektroroller aufgelegt.

Umweltdezernentin Gisela Nacken sieht in der der Tankstelle „den ersten Baustein für Elektromobilität”. Und die sei, gerade angesichts schlechter Luftqualität und damit drohenden Auflagen, nichts Geringeres als „die Zukunft für unsere Stadt.”

Mehr Infos unter 0241/181333.
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