Aachen - Eine gute Nacht für die Zukunft der Region

Eine gute Nacht für die Zukunft der Region

Von: Christoph Classen
Letzte Aktualisierung:
unternehmen
Wollen auch in Zukunft gut aufgestellt sein: Viktor Wenner (Aachen Münchener Versicherung), Jörg Jetter (4 Jet Technologies) und Horst Robertz (Babor, v.l.) im Gespräch mit Bernd Büttgens (3. v.l.) Foto: Andreas Steindl

Aachen. Wechselprozesse im Messwesen klingt nicht ganz so spannend wie eine Bundesliga-Konferenzschaltung, bringen aber das, worum es bei der Nacht der Unternehmen geht, ziemlich genau auf den Punkt.

Am Mittwochabend ging es im Technologiezentrum am Europaplatz darum, jungen Akademikern zu zeigen, dass die Region ihnen eine Menge zu bieten hat. Dass es sich lohnt, nach dem Studium hier zu bleiben. Und nachdem der stellvertretende AZ-Chefredakteur Bernd Büttgens Dr. Julia Jakobs und Stephan Goertz zu einer Gesprächsrunde auf die Bühne geholt hatte, ging es eben auch um Wechselprozesse im Messwesen.

Jakobs und Goertz waren schon einmal bei der Nacht der Unternehmen dabei, damals hatten sie den Abschluss fast in der Tasche, aber noch keine genaue Vorstellung von dem, was danach kommen sollte. Es ist nicht so, dass sie eines Tages vor ihrer Kindergärtnerin standen, um ihr zu sagen, dass sie sich später mit Wechselprozessen im Messwesen beschäftigen wollten.

Es war die Nacht der Unternehmen, die sie darauf brachte, dass es das Richtige für sie sein könnte. Für beide ergab sich aus dem Besuch ein Job, Jakobs arbeitet für Factur, Goertz für die Soptim AG, beide in Aachen.

Christian Heidingsfeld formuliert es so: „Man kennt die Technik. Was man nicht kennt, sind die Unternehmen.“ Na ja zumindest wisse man nicht, was genau sie machen, in welchen Bereichen sie Mitarbeiter wofür suchten. Heidingsfeld, 28, fast fertiger Maschinenbauer mit dem Schwerpunkt Energietechnik, ist einer von den rund 1000 jungen Menschen, die an diesem Abend ins Technologiezentrum gekommen sind.

Schlendergang, Gemurmel, Stände: Es ist ein bisschen wie auf dem Markt, nur das hier Chancen angeboten werden. 70 Unternehmen aus der Region präsentieren sich im Technologiezentrum, weitere 30 sind mit eigens eingesetzten Bussen zu erreichen. Ein Markt der Möglichkeiten. Helmut Etschenberg sagt auf der Bühne, dass der Erfolg der Veranstaltung so groß sei, weil sie Firmen ein Gesicht gebe. Ein Möglichkeit, die diese gerne wahrnähmen, wie Agit-Geschäftsführer Ulrich Schirowski bestätigt: Die Nacht der Unternehmen sei bislang bei jeder Ausgabe gewachsen, am Mittwoch fand sie zum vierten Mal statt.

Christian Heidingsfeld ist direkt aus dem Forschungszentrum Jülich, wo er im Moment an seiner Abschlussarbeit schreibt, zum Europaplatz gekommen. Jetzt steigt er in einen der Busse, die vor dem Technologiezentrum warten. Linie 1, erste Haltestelle Photon Europe GmbH. Heidingsfeld sagt, er suche nach einem Beruf, der seine beiden Talente vereint, Technik und Sprachen vereint. Und Photon, ein Unternehmen, das Fachmagazine über Solartechnik herausgibt, scheint da nicht so falsch. Neben Heidingsfeld wollen fünf weiter junge Menschen wissen, was in der Firma gemacht wird, empfangen werden sie an weißen Stehtischen, und der Bitte, bei Interesse ihre E-Mail-Adresse in eine Liste zu schreiben.

Die Akademiker sind willkommen bei Photon, zur Sicherheit sagt es ihnen Dr. Andreas Rosenberger, Leiter des Modullabors, auch. Es dauert nicht lange, bis Heidingfeld fragt, ob denn hier auch Module im terrestrischen Bereich gestestet würden. Auch darum geht es bei der Nacht der Unternehmen.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert