Doppelte Abijahrgänge: Studienbewerber müssen flexibler werden

Von: dpa
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Berlin. Wegen der doppelten Abiturjahrgänge dürfte es an vielen Hochschulen für Studienbewerber künftig enger werden.

„Da ist es gut, flexibel und mobil zu sein”, rät Berit Heintz vom Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK) in Berlin in der Zeitschrift „Unicum Abi” (Ausgabe 1/2 2010). Die Verkürzung der Gymnasialzeit von neun auf acht Jahre führt dazu, dass in den kommenden Jahren vielerorts zwei Jahrgänge gleichzeitig das Abitur machen. Das dürfte sich für Studienbewerber besonders bemerkbar machen, wenn die großen Flächenländer soweit sind.

„2011 bis 2013, wenn Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg und Bayern an der Reihe sind, erwarten wir steigende Bewerberzahlen”, erläutert Berit Heintz. Dann ist es der Zeitschrift zufolge ratsam, sich auch in anderen Bundesländern nach Studienplätzen umzuschauen, die gerade keinen Doppeljahrgang haben. Oder Bewerber warten ab, bis die Zahlen in ihrer Region wieder sinken, und überbrücken die Zeit zum Beispiel mit einem Freiwilligen Sozialen Jahr.

Einen doppelten Abi-Jahrgang wird es in diesem Jahr in Hamburg geben. 2011 folgen Niedersachsen und Bayern. 2012 sind Baden-Württemberg, Berlin, Brandenburg und Bremen an der Reihe. Hessen kommt in den Jahren 2012 bis 2014, Nordrhein-Westfalen ist 2013 dran. 2016 sind Rheinland-Pfalz und Schleswig-Holstein soweit - der Koalitionsvertrag der Landesregierung in Kiel sieht hierzu allerdings noch Änderungen vor. Abgeschlossen ist der Prozess bereits im Saarland, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt. Thüringen und Sachsen hatten ohnehin schon das Abitur nach der zwölften Klasse.

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