Die RWTH erwartet die meisten Erstsemester

Von: Wilfried Goebels und Thorsten Karbach
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An der RWTH Aachen stiegen die Anmeldezahlen sogar um 23,6 Prozent. Foto: dpa

Düsseldorf/Aachen. Trotz des Rekordansturms von 129.000 Studienanfängern wird das befürchtete Chaos an den NRW-Hochschulen im neuen Wintersemester wohl ausbleiben – das erklärte NRW-Wissenschaftsministerin Svenja Schulze am Montag.

Der doppelte Abiturjahrgang sorgte für einen Anstieg der Erstsemester um 9,2 Prozent an den Universitäten und 2,8 Prozent an den Fachhochschulen – an der RWTH Aachen stiegen die Anmeldezahlen sogar um 23,6 Prozent. Damit ist sie unter Universitäten in Sachen Erstsemesteransturm Spitzenreiter vor den Universität Bielefeld (22,3 Prozent). In absoluten Zahlen ist der Zuspruch noch eindrucksvoller: Mit 7500 Erstsemestern werden 1431 mehr gezählt als vor einem Jahr. Zum Vergleich: Die Universität Duisburg-Essen lag vor einem Jahr noch vor der RWTH, kommt diesmal mit 706 Erstsemestern mehr auf „nur“ 7000 insgesamt.

RWTH-Prorektor Aloys Krieg, verantwortlich für die Lehre an der Exzellenz-Universität betont, Aachen sei bestens auf die neuen Studierenden vorbereitet. Klar, die RWTH hatte auf ihr neues Hörsaalzentrum, eines der größten Europas, gehofft. Doch auf der Baustelle gibt es Probleme. So muss mit vorhandenen Kapazitäten und mit einem temporären Bau am Westbahnhof ausgekommen werden. Kapazitäten und Bedarf wurden mehr denn je aufeinander abgestimmt. „Wir sind räumlich und personell gut aufgestellt. Es wird keine Probleme geben“, betont Krieg. „Wir hatten ausreichend Zeit, uns vorzubereiten.“ Das sei beispielsweise bei der kurzfristigen Abschaffung der Wehrpflicht nicht so gewesen sein. Schwerwiegender seien für die neuen Studierenden andere Probleme: etwa die Wohnungsnot. In Aachen kommen beispielsweise zu den RWTH-Neulingen noch 2430 Erstsemester an der FH hinzu – das sind 269 mehr als vor einem Jahr (12,4 Prozent.)

Obwohl fast 54 Prozent der Studienfächer in NRW eine Zulassungsbeschränkung (NC) hat, wurde der erforderliche Notendurchschnitt nach Angaben von Wissenschaftsministerin Svenja Schulze (SPD) kaum verschärft. Landesweit haben Hochschulen 6000 Plätze mehr geschaffen als zugesagt.

Probleme sieht Sagerer künftig bei Masterstudiengängen. Da gegen alle Erwartung rund 70 Prozent der Bachelor-Absolventen den Master anstrebten, werde es in den Jahren 2014 und 2015 eng. NRW fordert deshalb im nächsten Hochschulpakt mehr Bundesmittel, um die Masterstudiengänge gezielt auszubauen. Das bisherige Programm deckeden Bedarf nicht ab.

An den NRW-Hochschulen schrieben sich zum Wintersemester 2013/2014 insgesamt 66.000 Erstsemester ein, an den Fachhochschulen rund 29.000. Weitere 18.000 schrieben sich an privaten, kirchlichen, Kunst- und Verwaltungshochschulen ein. Die Nachrück- und Losverfahren an den Universitäten sollen spätestens Ende Oktober abgeschlossen sein.

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