Die Erfolgsgeschichte der FH trägt seine Handschrift

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Ein Pionier in Sachen Bildung
Ein Pionier in Sachen Bildung und Wissenschaft: Der langjährige FH-Kanzler Peter Reusch ist tot.

Aachen. Lange Jahre wirkte er als ehrenamtlicher Richter am Landesarbeitsgericht Köln, er engagierte sich als Vorstandsmitglied des Deutsch-Französischen Kulturinstituts in Aachen, er war ein begeisterter Sänger, Vorsitzender im Förderkreis des Heinrich-Schütz-Chores und Mitglied des Aachener Bachvereins.

Vor allem aber hat er über fast drei Jahrzehnte hinweg seine Stimme erhoben, um die Aachener Fachhochschule zu einer der führenden Einrichtungen ihrer Art schlechthin zu machen. Am 28. Oktober ist Peter Reusch im Alter von 73 Jahren überraschend gestorben.

Die FH Aachen trägt seine Handschrift beileibe nicht nur in Gestalt von zahllosen Signaturen auf wegweisenden Dokumenten für die „Bildungslandschaft” in der Region und weit darüber hinaus. 27 Jahre lang, von 1973 bis 2000, hat Peter Reusch die Geschicke einer der vielseitigsten und innovativsten Akademikerschmieden im Lande maßgeblich mitbestimmt.

Mit 34 Jahren an der Spitze

Mit nur 34 Jahren war der gelernte Jurist bei seinem Dienstantritt der jüngste Hochschulkanzler in Nordrhein-Westfalen - ein Pionier in Reinkultur. Gerade einmal zwei Jahre zuvor war die FH Aachen gegründet worden. Als Verwaltungschef und Mitglied im Rektorat hat er die wesentlichsten Kapitel einer Erfolgsgeschichte in Sachen Wissenschaft und Lehre von Anfang an entscheidend mit geschrieben. Besondere Verdienste erwarb Reusch sich nicht zuletzt dadurch, dass er sich mit Umsicht und Beharrlichkeit für die Gleichstellung der Fachhochschulen mit den Universitäten im Lande einsetzte.

Gestalter des Strukturwandels

Als Chef von rund 300 Mitarbeitern zeichnete der Vater dreier Kinder sich zugleich durch sein stets menschliches und freundliches Wesen aus. Im Innern prägte er „sein” Haus durch eine Fülle von Ideen, setzte sich vor allem dafür ein, die FH als Dienstleistungsunternehmen in die Mitte des wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Lebens zu stellen. Zudem galt er als Wegbereiter der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit, engagierte sich als Vizevorsitzender des euregionalen Verbunds „Hora est”, in der sich neun Fachhochschulen zusammengeschlossen haben. Mit ihm verliert die Region mithin auch einen der wichtigsten Gestalter des strukturellen Wandels schlechthin.

Am Freitag, 9. November, um 14 Uhr haben Wegbegleiter und Freunde die Möglichkeit, bei einem Wortgottesdienst in der Pfarrkirche St. Laurentius Abschied von Peter Reusch zu nehmen.
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