Der Hochschulsport schielt in die Soers

Von: Achim Kaiser
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Ob und wie der Hochschulsport sich im Sportpark Soers zwischen Tivoli und Reitstadion niederlassen könnte, das wird derzeit von der Stadt, der Alemannia und der Hochschule untersucht. Foto: Avia-Luftbild Aachen, Martin Jochum

Aachen. Es ist tatsächlich noch viel Platz im Soerser Sportpark. Wo beispielsweise Alemannias Verwaltungs- und Nachwuchsleistungszentrum entstehen sollte, liegt derzeit eine Ruine.

Der Mieter, Alemannia Aachen, würde gerne irgendwann mal in Gebäude einziehen, aber der Bauherr, Tivoli-Generalunternehmer Hellmich, hat seine Tätigkeiten eingestellt und seine Baumaschinen abgezogen.

Kurzum es gibt Streit über zu erbringende Leistungen und Bezahlungen. „Uns wäre am liebsten, wenn er seinen Vertrag erfüllen würde, aber das tut er nicht”, sagt Alemannias Pressesprecher Thorsten Pracht. Deshalb denke der Zweitligist momentan „über sämtliche Alternativen” nach.

In diesen kreativen Prozess sind mittlerweile auch Oberbürgermeister Marcel Philipp und das Hochschulsportzentrum eingebunden. Denn denkbar wäre, dass auch die Studierenden den Sportpark Soers nutzen könnten. Dabei ist allerdings ein kompletter Umzug des Hochschulsports von Königshügel in die Soers von vorne herein ausgeschlossen.

Vielmehr haben Vertreter von Alemannia und der RWTH mit OB Philipp im Rathaus getagt, um sich an ein mögliches gemeinsames Konzept heranzutasten. „Fakt ist”, sagt Philipp als gewählter Sprecher dieser Gruppe, „dass der Hochschulsport jetzt schon aus allen Nähten platzt.” 14.000 Studierende sind an der Hochschule sportlich aktiv, das heißt jeder fünfte macht Sport.

Das sei sicherlich noch zu steigern, sagt der OB mit einem Verweis auf andere Uni-Städte, wo sich deutlich mehr als 20 Prozent der Studierenden in den Hochschuleinrichtungen fit halten. „Mit einer Ausweitung des Hochschulsports wird natürlich auch die Attraktivität des Hochschulstandortes verbessert”, betont Philipp. Und die Alemannia-Flächen im Soerser Sportpark seien eine Chance für alle Beteiligten, die geprüft werden müsse. Immerhin ist die Stadt als Eigentümerin des in Erbpacht vergebenen Areals mit ihm Boot.

„Da die Kapazität auf dem Königshügel ausgeschöpft ist und keine Ausbaumöglichkeiten bestehen, muss über Alternativen nachgedacht werden”, sagt der erste Bürge der Stadt. Zunächst werde die RWTH ihre Bedarfsanalyse aktualisieren, dann sollen Nutzungsangebote und Wunschliste gegenübergestellt sowie Finanzierungsmodelle gefunden werden. Schließlich soll noch vor den Sommerferien ein mögliches Gesamtkonzept präsentiert werden.

„Es ist ein spannendes Projekt. Der Sportpark Soers würde viele Synergieeffekte bieten”, ist Philipp überzeugt: Zudem seien im neuen Campus Melaten mehrere Dreifach-Hallen wohl kaum zu realisieren. „Der Soerser Sportpark könnte sicherlich eine Option für den Hochschulsport sein. Aber noch sind wir am Anfang unsere gemeinsamen Überlegungen.”
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