Dauerregen statt Dauertanz beim Unifest

Von: André Schaefer
Letzte Aktualisierung:
unifestbild
Trotz miesen Wetters ging es rund: Zahlreiche Studenten ließen beim Unifest des RWTH-AStA am SuperC den Klausurenstress für ein paar Stunden hinter sich. Foto: Andreas Herrmann

Aachen. An einen Regenschirm hatten nur die wenigsten gedacht. Warum auch? Schließlich sollte doch gefeiert werden. Dass das Unifestival der RWTH letztlich eine derart nasse Angelegenheit werden sollte, hatten dann wohl auch die größten Skeptiker vorab nicht erwarten können.

So war statt Dauertanz Dauerregen angesagt. Und dennoch: Mehr als 500 Studenten ließen sich am Freitag rund um Super C und Kármángebäude am Templergraben ihre Feier nicht vermasseln - auch ohne Regenschirm.

„Das ist schon ärgerlich. Da plant man wochenlang solch ein Fest und plötzlich macht dir ein heftiger Regenschauer nach dem anderen einen Strich durch die Rechnung”, ärgerte sich Onur Ögül. Der Kulturreferent des Allgemeinen Studierenden-Ausschusses der RWTH, kurz AStA, wirkte dennoch als Mitverantwortlicher der Veranstaltung nicht unglücklich über den Ablauf. „Hauptsache, die Leute haben ihren Spaß”, so Ögül.

Und für den war reichlich gesorgt, denn beim „Kistenklettern”, „Bungee-Running” oder am „Aerotrim” spielten die dunklen Wolken keine Rolle. Diverse Live-Acts sorgten zudem noch für die nötige musikalische Unterhaltung. Wie etwa die Band „Maila”, die sich über ein besonders großes Interesse im Innenhof des „Kármán” freute.

Semesterferien sind kein Urlaub

Das Motto des Festivals war klar definiert: „Heute wird nicht gelernt!”, lautete die Überschrift, unter der ausgelassen gefeiert wurde. Und das hatte durchaus seinen Sinn: „Viele glauben, Semesterferien sind Urlaub. Dabei wird oft vergessen, dass die Studenten besonders in der vorlesungsfreien Zeit meist mitten im Klausurstress stecken. Aus diesem Grund haben wir uns dazu entschlossen, den Studierenden in diesen arbeitsreichen Tagen auch einmal die Möglichkeit zu geben, den Lernstress zu vergessen und aus der Bibliothek herauszukommen”, so Ögül. Damit auch wirklich jeder ohne Bedenken am Fest teilnehmen konnte, wurde vorab sogar beschlossen, keine Klausuren an der RWTH für diesen Tag anzusetzen.

Möglich gemacht haben die Veranstaltung auch in finanzieller Weise die Studenten selbst, und das nicht durch ihre Studiengebühren. „Das denken wohl die meisten, doch unsere Semesteranfangsparty war ein solch großer Erfolg, dass wir die kompletten Einnahmen hierfür verwendet haben. Wir wollten den Studenten auf diese Wiese auch etwas zurückgeben”, betont der Kulturreferent.

Eines steht fest: So gut gefüllt wie am Freitag wird das Gelände am Super C und Kármán-Auditorium vorerst nicht mehr sein, zumindest nicht bis zum Semesterbeginn im Oktober. Bis dahin heißt es für die meisten Studenten wieder: Zurück zum Schreibtisch und pauken für die nächste Klausur.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert