Aachen - Campus Melaten: Grüne wollen Rabental schonen

Campus Melaten: Grüne wollen Rabental schonen

Von: Joachim Rubner
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Ortstermin: Die Grünen, hier Martin Körzer, Monika Kuck und Dr. Thomas Griese (v.l.), sind mit den Planungen für den Campus-Boulevard auf Melaten nicht einverstanden. Sie schlagen eine umweltfreundlichere Trassenführung vor.

Aachen. Der geplante RWTH-Campus Melaten wirft nicht nur mit Macht seine Lichtstrahlen voraus, sondern für die Grünen auch erhebliche Schatten. „Die im Augenblick von der Mehrheit in der Politik und auch in der Verwaltung verfolgte Variante 2 durchschneidet das sehr schützenswerte Rabental viel zu stark.

Es muss eine andere Alternative der Trassenführung - und zwar die von uns favorisierte Variante 3 der Straßenführung genommen werden”, sagte Monika Kuck (Grüne) bei einem Termin vor Ort. Um die beiden Trassenführungen kenntlich zu machen, hatten die Grünen mit rot-weißem Flatterband beide Streckenverläufe markiert. „Mit uns nicht”, steht für die zahlreichen Spaziergänger auf Transparenten zu lesen, wenn sie zur Variante 2 kommen.

Die Zeit drängt: Die von den Planern derzeit noch favorisierte „Variante 2”, die die schöne Wiesen- und Tallandschaft ziemlich stark durchschneidet, soll, so befürchten die Grünen, in einer Sondersitzung des Umwelt- und des Planungsausschusses am nächsten Donnerstag beschlossen werden.

Sie befürchten Ärger mit der geplanten Campus-Allee, die das neue Forschungsgebiet am Campus Melaten erschließen soll. Bei dem Ortstermin zeigten Kuck, der Sprecher der Grünen, Dr. Thomas Griese, und Martin Knörzer, Vertreter der Grünen in der Bezirksvertretung Laurensberg, warum sie „ihre” Streckenvariante 3 ganz entscheidend besser finden als die „das Rabental” völlig zerteilende Wegeführung der Planer.

Ihre alternative Streckenführung biete aus vielen Gründen nur Vorteile. So werde zum Beispiel das Rabental nicht von der Asphaltachse durchschnitten, sondern die Straße führe in einem weiteren Bogen am Rande des Rabentales vorbei, habe also den Vorteil, die Natur und Umwelt erheblich besser zu schonen. Auch - dies erwähnten die Grünen in aller Deutlichkeit - werde kein Raum für Bebauung mit Gebäuden durch ihren Vorschlag verkleinert. Die Straßenvariante 3 habe ebenso geringere Niveauunterschiede. Dies sei ein weiteres Plus.

Die entscheidende Sondersitzung des Umweltausschusses findet statt am Donnerstag, 28. Mai, 15 Uhr, im Sitzungssaal des Fachbereichs Umwelt in der Reumontstraße 3. Die Sitzung des Planungsausschusses beginnt zwei Stunden später im Verwaltungsgebäude Marschiertor, Lagerhausstraße, Sitzungssaal 170.
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