Campus: Grüne wollen das Rabental schützen

Von: Wolfgang Schumacher
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Variante 3: Die Grünen Martin Conen (v.l.) Peter Wernitz, Martin Knörzer, Monika Kuck und Thomas Griese werben für eine Trassenführung, die das schöne Melatener Rabental nicht durchschneidet. Foto: Herrmann

Aachen. Die Grünen befürchten Ärger mit der geplanten Campus-Allee, jenem als architektonisches Highlight geplanten Wissenschaftsboulevards im Zentrum des neuen Forschungs-Mekkas neben Gut Melaten.

Weil die von den Planungsexperten der Parteien bevorzugte „Variante 2” eine liebliche Wiesenlandschaft durchschneiden soll, machen die Umwelt- und Landschaftsschützer jetzt rechtzeitig vor den entscheidenden Sitzungen des Umwelt- und des Planungsausschusses am Donnerstag kommender Woche mobil. Bereits am Mittwoch muss sich die Bezirksvertretung Laurensberg mit der Sache befassen.

Auf einem Ortstermin demonstrierten am Freitag die Umweltsprecherin, Ratsfrau Monika Kuck, der Laurensberger Grüne Martin Knörzer und Grünen-Sprecher Thomas Griese, warum sie lieber die bislang eher stiefmütterlich behandelte Streckenvariante 3 viel, viel besser finden, als die „das Rabental” völlig durchschneidende Trassenvariante 2.

„Das Rabental direkt neben dem Gut Melaten”, machte Monika Kuck den Konflikt zwischen Umwelt und Städteplanung deutlich, „würde unnötig geopfert”. Mit rot-weißem Absperrband, so wie bei der Polizei üblich, hatten die Umweltschützer die Straßenführung der Variante 2 demonstrativ mitten in die Landschaft gezaubert - für ihre Augen ein Desaster, welches das schmucke Rabental erleiden soll.

Zudem würde die Straße am Ende des Tals eine Gruppe von etwa 50 bis 60 Lebensbäumen durchschneiden. Lebensbäume, die im Laufe der Zeit von jungen Familien anlässlich der Geburt der Kinder gepflanzt wurden. So macht Griese auf eine Sache aufmerksam, die viel böses Blut bei den Eltern schaffen könnte.

Bäume der „Täuflinge”

Denn dort hätten „alle Täuflinge ein Schild an dem Baum”, warnte der Grüne vor eventuellem Kahlschlag. Vor allem meinen die Grünen, dass der ganze zu erwartende Ärger völlig unnötig ist. Denn die alternative Streckenführung der Straßenvariante 3, die nicht ab der Brücke Melatener Straße, sondern ein paar Meter weiter unten am jetzigen Physikalischen Zentrum vorbei läuft, biete nur Vorteile. Erstens ändere sich nichts am bebaubaren Raum für den Forschungs-Campus Melaten, der zusammen mit seinem Zwillingsbruder am Westbahnhof in den nächsten Jahren etwa 10.000 neue Jobs schaffen soll.

Zweitens habe die Anbindung der Allee an die tiefer gelegene Forckenbeckstraße und die Trassenführung näher am Physikzentrum bautechnische Vorteile. Die geringeren Niveauunterschiede seien neben der Schonung des idyllischen Rabentals ein weiteres Plus der Variante 3. So warb Umweltfrau Kuck um vermehrte Umwelteinsicht bei den Planern: „Wir sollten das in den Ausschüssen einfach so beschließen.”
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