Campus-Besuche: Pauschalpaket für die Eltern

Von: Jan Mönch
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Aachen. Kündigen Eltern sich in der Wahlheimat ihrer studierenden Kindes an, dann kann dies eine Menge Stress bedeuten.

Womöglich steht dann etwa eine große Aufräumaktionen in Wohnung respektive Wohngemeinschaft an, nur damit der Besuch doch eher zweckmäßig auf Sofa oder Isomatte untergebracht wird.

Nach einer Umfrage von fünf Auszubildenden zur Kauffrau für Tourismus und Freizeit - zwei davon vom „aachen tourist service” (ats) - unter 600 Studenten ist das kein abwegiges Szenario.

Oft stellt sich auch die Frage, was der Student denn mit Mutter und Vater unternehmen kann. Auf Basis der Umfrage haben die fünf Azubis nun eine Antwort erarbeitet: Das Pauschalangebot „Stippvisite Campus”.

„Nicht für die Schublade produziert, sondern für den Markt”, lobt ats-Geschäftsführer Werner Schlösser die angehenden Kauffrauen.

Mehr als 40.000 Studenten tummeln sich an Aachens Hochschulen, zu einem Großteil sind es Auswärtige. Die Brücke vom Hochschulstandort Aachen zum Tourismusziel Aachen ist somit schnell geschlagen.

„Das Angebot soll den Eltern vor allem einen Eindruck vom Studentenleben in Aachen bieten”, sagt die Auszubildende Claire Pietsch.

So umfasst die Pauschale neben der Unterbringung im Drei- oder Vier-Sterne-Hotel auch je eine Führung durch die Stadt und durch die RWTH sowie Gutscheine für das Frühstück am Morgen, die Hauptmahlzeit am Nachmittag und für den Cocktail beim abendlichen Besuch in der Pontstraße.

Auf 99 Euro pro Person beläuft sich die kostengünstigste Variante (eine Übernachtung der Klasse „Standard”) des Rundum-Sorglos-Pakets, auf 165 Euro die teuerste (zwei Übernachtungen „First Class”).

Nach Absprache kann auch nur ein Elternteil anreisen. Und wenn Bruder und Schwester mitkommen wollen, ist das ebenfalls kein Problem.

Nach Recherche der fünf Azubis gibt es übrigens nur in den Universitätsstandorten Münster und Saarbrücken ähnliche Angebote.

Zumindest für Berlin kann Werner Schlösser dies aus eigener Erfahrung bestätigen, denn sein Sohn studiert in der Hauptstadt. „Dort muss ich mich immer selbst um alles kümmern.” Die „Stippvisite Campus lässt sich ab sofort buchen.
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