Cagesoccer-Uniliga: Die Ablenkung liegt im Käfig

Von: Tobias Königs
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In der neuen Cagesoccer-Uniliga finden viele Studenten nicht nur Spaß beim Fußball, sondern auch Ablenkung vom Unialltag. Foto: Ralf Roeger

Aachen. Fast könnte man den Eindruck gewinnen, Felix Magath habe hier seine Hände im Spiel gehabt: Rasant geht es von einem Tor zum anderen. Die beiden Mannschaften von Pille Bolzmann United und SV WRZ schenken sich nichts und rennen bis zum Umfallen, ganz so als hätten sie ein paar Trainingseinheiten beim Trainer des FC Schalke 04 genossen.

Pünktlich zum Beginn der neuen Fußball-Bundesligasaison startete das Hochschulsportzentrum (HSZ) der RWTH Aachen einen eigenen Ligabetrieb - die Uniliga Cagesoccer 2010. Sieben Mannschaften, bestehend aus fußballbegeisterten Studierenden und Bediensteten der Aachener Hochschulen, gingen am 16. August in die erste Saison der neuen Liga.

Gespielt wird bis zum 27. September immer montags in den Fußballkäfigen auf der HSZ-Anlage auf dem Königshügel. Auf den 18 mal 13 Meter großen Spielfeldern verhindern Netz und Bande, dass der Ball ins Aus gerät. In der Spielzeit von zwei mal 15 Minuten gibt es also beinahe keine Unterbrechungen.

Das verlangt den Spielern einerseits natürlich hohe Konzentration und höchsten körperlichen Einsatz ab, andererseits bringt aber genau das den Spaß und eine willkommene Abwechslung vom Unialltag - findet zumindest Philipp Siebenkotten vom momentanen Ligaprimus Pille Bolzmann United: „Wir stecken alle mitten in den Klausurvorbereitungen, da ist die Liga eine tolle Sache um sich von dem ganzen Lernstress abzulenken”, so der Kapitän des Teams. Mario Benner von der Mannschaft SV WRZ sieht das für sich und seine Mitspieler ähnlich: „Man kann hier richtig Stress abbauen und sich ein wenig ablenken.” Zwar könne man beinahe überall eine Soccerhalle mieten, „aber wo findet man schon mal ein richtiges, offizielles Turnier auf solch einer Anlage? Das ist ein Höhepunkt für uns alle hier.”

„Große Faszination”

Die Idee zu einer eigenen Liga entstand im letzten Jahr, erklärt Nina Zirke vom Hochschulsportzentrum. „Seit der Eröffnung der Anlage im Jahr 2009 sind die Cagesoccerplätze durchgehend ausgebucht und auch beim RWTH-Sportsday konnten wir eine große Faszination dafür bei den Studierenden ausmachen. Da war es eigentlich nur logisch, einmal ein Turnier zu veranstalten”, sagt sie und ergänzt: „Der Fußball ist ein Breitensport. Alle Fakultäten treffen hier aufeinander und sowohl Studierende als auch Mitarbeiter können sich einander annähern.”

Jedes Spiel wird von einem offiziellen Schiedsrichter geleitet. Der Unparteiische Manfred Classen zeigt sich überaus angetan von der Einstellung der Studierenden. „Es gab nach knapp zwei Spieltagen insgesamt erst zwei gelbe Karten. Die Jungs schreiben die Fairness sehr groß und verhalten sich trotz aller Emotionen, die es beim Fußball nun mal gibt, sehr sportlich”, erklärt der Referee.

Bei allem Fair-Play geht es für die Mannschaften aber auch darum, etwas zu gewinnen. Was das genau ist, möchte Nina Zirke noch nicht verraten, „aber die Gewinnermannschaft und die fairste Mannschaft können sich auf eine kleine Überraschung freuen.”

Bereits nach den ersten beiden Spieltagen zeichne sich ab, dass das Projekt der eigenen Uniliga ein voller Erfolg wird, meint Nina Zirke: „Wir bekommen durchweg positives Feedback und erhalten ständig Anfragen von Teams, die auch gerne an einer Liga teilnehmen würden.” Zudem verrät sie, dass sich die Studenten schon jetzt auf eine Neuauflage im nächsten Jahr freuen dürfen. „Dann wird die Liga auf jeden Fall vergrößert und über einen längeren Zeitraum ausgetragen”, verspricht Zirke schon jetzt eine Abwechslung zum Unistress auch für das nächste Jahr.
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