Bagger-Armada „modelliert” den Campus

Von: Stephan Mohne
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Nur beim Bau des Klinikums selber wurde schon einmal derart gebaggert: Eine Armada von Baumaschinen bereitet derzeit den Boden für den neuen RWTH-Campus Melaten. Eine Milliarde Euro soll dort investiert, 5000 Arbeitsplätze sollen geschaffen werden. Foto: Michael Jaspers

Aachen. Es ist eine ganze Armada von Baggern und anderen Baumaschinen, die derzeit den Boden im Schatten des Klinikums umpflügt. Die Basis für den Campus Melaten wird gerade geschaffen - und zwar mit Hochdruck.

Tausende Tonnen Erde sind in Bewegung. Das Gelände an der neuen Umgehungsstraße - dem „Boulevard” - und im Bereich der ersten Teilbauflächen (Cluster) wird laut Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW (BLB) gerade „modelliert”. Offenbar klappt bisher alles wie am Schnürchen: „Sämtliche Arbeiten liegen im Terminplan”, sagt BLB-Sprecher Bernd Klass.

Bereitet wird der Boden für jenen ersten Teil des Campus, der eine Fläche von 473.000 Quadratmetern umfasst, in den rund eine Milliarde Euro investiert wird, in dem etwa 5000 Arbeitsplätze geschaffen werden sollen. RWTH-Forscher und Unternehmen sollen dort kooperieren. Insgesamt fast 100 Unternehmen - darunter zahlreiche Weltfirmen - haben bereits ihr Kommen zugesagt. Darunter zum Beispiel Philips, Bosch Rexrodt und E.on. 250 sollen es nebst Weiterbildungszentrum, Hotel, Gastronomie und vielem mehr werden.

Vermarktung läuft „positiv”

Die Vermarktung der Flächen läuft - parallel zur Erschließung - ebenfalls auf Hochtouren. Die Verhandlungen liefen, es sehe „positiv aus”, hieß es am Mittwoch seitens der Campus GmbH. Neue Namen werden derzeit nicht genannt, was vergaberechtliche Gründe habe. Insgesamt sechs Cluster werden von 2010 bis 2012 in einem ersten Schritt an den Start gehen. In Melaten/Hörn sollen es am Ende elf sein. Hinzu kommt der ähnlich große und mit weiteren acht Clustern ausgestattete Bereich Westbahnhof, in den ebenfalls noch einmal eine Milliarde Euro investiert wird.

Bis dahin ist allerdings einiges zu tun. Und einiges ist auch schon geschafft. Kanäle sind bereits oder werden gerade noch umgebettet, und der Abriss der „Rampe” zur Melatener Brücke ist begonnen worden. Das allerdings ruft auch Kritik von Anwohnern hervor. Denn zur Forckenbeckstraße führt nun nur eine steile Treppe hinab, die zum Beispiel mit Kinderwagen quasi unpassierbar ist.

Laut BLB wird dieser Zustand aber in überschaubarer Zeit wieder beendet sein. Bis März soll die bestehende Brücke mit einer neuen und schmaleren Rad- und Fußgängerbrücke in Richtung Rabental verlängert werden. Für den Autoverkehr wird diese Verbindung allerdings der Vergangenheit angehören.
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