Aachen - Aachen: Mieten und Hauspreise steigen

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Aachen: Mieten und Hauspreise steigen

Von: Heiner Hautermans
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Voll im Gange sind die Arbeiten für den Campus Melaten. Wird das Megaprojekt ein Erfolg, verschieben sich laut LEG die Immobilienpräferenzen in Aachen. Foto: Andreas Herrmann

Aachen. Interessante Zahlen und Daten enthält der Wohnungsmarktreport 2010 des Immobilienunternehmens LEG, der jetzt herausgekommen ist, erstmals und einmalig in dieser Form. Demnach kosten Wohnungen in Aachen durchschnittlich 6 Euro Kaltmiete pro Quadratmeter und Monat, somit sind sie im Vergleich zum Vorjahr um 3,5 Prozent angestiegen.

Untersucht worden sind alle 864 Postleitzahlengebiete Nordrhein-Westfalens, Aachen liegt im Vergleich mit anderen Städten und Landkreisen auf Platz 11. Spitzenreiter ist mit 8,11 Euro Köln, auf den Plätzen folgen Bonn und Düsseldorf. Im Schnitt geben die Haushalte in Aachen gut ein Fünftel (20,9 Prozent) ihres monatlichen Budgets für die Warmmiete aus.

In nur zwei Postleitzahlengebieten (52062 und 52072, Mitte und Richterich/Teile von Laurensberg) werden Kaltmieten von mehr als 10 Euro pro Quadratmeter gezahlt, die günstigsten Mieten befinden sich mit 4,13 Euro im Postleitzahlengebiet 52068. Gefragt sind Kornelimünster, Walheim und Teile von Mitte (52076), wo man mit 770 Euro Warmmiete am teuersten wohnt, nicht zuletzt aufgrund der großen Wohnflächen von durchschnittlich 82 Quadratmetern.

994 pro Quadratmeter

Die Preise für Eigentumswohnungen und Mehrfamilienhäuser sind im Jahreszeitraum gestiegen, um im Schnitt 12 Prozent. Die Immobilien wurden durchschnittlich für 994 Euro pro Quadratmeter angeboten. Doch auch hier sind die Unterschiede groß, sowohl in den Lagen im Stadtgebiet als auch in der Ausstattung. Am stärksten zugenommen haben hochwertige Objekte mit fast 40 Prozent (rund 2500 Euro pro Quadratmeter), aber auch die Summen, die für einfachere Häuser gezahlt wurden, sind höher geworden, im Gegensatz zu anderen Großstädten in NRW und im Schnitt um 7,7 Prozent.

Auf dem Aachener Wohnungsmarkt ist nach Beobachtung der LEG das Angebot gering, so dass erste Verknappungstendenzen auftreten. Profitiert haben davon vor allem die Eigentümer, so lag der Leerstand bei nur 1,9 Prozent. Diese Tendenz wird sich eher noch verstärken: Aachens Einwohnerzahl ist in den letzten acht Jahren bereits um 6,1 Prozent gestiegen (259269), bis 2020 wird eine Zunahme von weiteren 2,6 Prozent prognostiziert, die Zahl der Haushalte soll sogar um 5,6 Prozent ansteigen. So ist es nicht verwunderlich, dass die Mieten und Hauspreise in fast allen Segmenten nur eine Tendenz kennen: nach oben. Die ist vor allem durch die große (und voraussichtlich noch wachsende) Zahl von Studenten zu erklären.

Immerhin 30 Häuser wurden im vergangenen Jahr für mehr als 500000 Euro verkauft, 120 Objekte für mehr als 300000 Euro. Vermehrte Nachfrage gibt es im unteren Marktsegment am Stadtrand. Auch in den Neubausiedlungen in Haaren oder am Grauenhofer Weg findet sich bezahlbares Eigentum, die höchsten Preise werden traditionell in den Nobellagen Südviertel, Burtscheid und im Frankenberger Viertel gezahlt.

Wenn die Campus-Projekte erfolgreich sind, könnte das zu einer Verschiebung der Lagepräferenzen führen. Laut LEG ist es noch verfrüht, von einem Trend zu sprechen, doch Laurensberg dürfte dann zu den Gewinnern gehören, auch der Norden der Innenstadt, die Hörn, der Lousberg, Vaalserquartier und Richterich könnten von höheren Immobilienpreisen profitieren.
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