600.000 Studenten in NRW: Rekord löst Streit um mehr Geld aus

Von: dapd
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Düsseldorf. An den nordrhein-westfälischen Hochschulen studieren erstmals mehr als 600.000 junge Leute. Nun streiten Landesregierung und Opposition darüber, ob für die Hochschulen mehr Geld fließen soll - und woher.

Zum Beginn des Wintersemesters 2012/2013 sind an den 69 Unis mehr als 632.500 Studenten eingeschrieben, wie Wissenschaftsministerin Svenja Schulze (SPD) am Donnerstag in Düsseldorf bekanntgab. Die Zahl der Studienanfänger liegt zum neuen Semester mit rund 103.300 knapp unter dem Niveau des Vorjahres - verharrt aber dennoch auf einem weiterhin hohen Level.

Angesichts des Andrangs an den Unis und dem bevorstehenden doppelten Abiturjahrgang in 2013 fordert Schulze mehr Geld vom Bund. „Der Bund muss den Deckel beim Hochschulpakt anheben”, forderte die Ministerin. Andernfalls wäre der Bundesanteil im Jahr 2014 aufgebraucht.

Wegen der steigenden Studentenzahlen sieht dagegen die CDU das Land Nordrhein-Westfalen in der Pflicht, mehr Geld für die Universitäten zur Verfügung zu stellen. Dass Wissenschaftsministerin Svenja Schulze (SPD) eine größere Beteiligung des Bundes fordert, sei ein „klassisches Ablenkungsmanöver”, sagte CDU-Fraktionsvize Klaus Kaiser am Donnerstag in Düsseldorf. Stattdessen müsse das Land „erheblich mehr tun”.

Konkret geht es Kaiser um die Kompensationsmittel des Landes für die von Rot-Grün abgeschafften Studiengebühren. Die jährliche Zahlung von knapp 250 Millionen Euro basiere noch auf den Studentenzahlen von 2009, monierte der CDU-Mann. Mit über 632.000 Studenten im aktuellen Wintersemester gebe es mittlerweile aber über 100.000 Studierende mehr. Mit Blick auf den Haushalt für 2013 müssten diese Entwicklungen berücksichtigt und die Kompensationsmittel erhöht werden, forderte Kaiser.
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