25 Millionen für den ersten „Hingucker”

Von: Oliver Schmetz
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Campus-Impressionen: So soll das erste Gebäude des Clusters Logistik nach dem Entwurf der Amsterdamer Architekten Meyer en van Schooten aussehen.

Aachen. Klotzen statt kleckern - unter dieses Motto kann man das Gesamtprojekt Campus angesichts von geschätzten zwei Milliarden Euro Investitionsvolumen und rund 10.000 Arbeitsplätzen getrost stellen.

Und dann müssen natürlich auch die ersten Gebäude richtig etwas hermachen. „Selbstverständlich haben wir den Anspruch, uns auch architektonisch auf einem hohen Niveau zu bewegen”, sagt Norbert Hermanns.

Was der bekannte Aachener Investor damit meint, davon konnte sich die Politik im Planungsausschuss jetzt erstmals überzeugen: Hermanns stellte dort mit Barry van Waveren vom renommierten Amsterdamer Architekturbüro „Meyer en van Schooten” die Pläne für das Cluster Logistik vor, mit dessen Bau im Sommer auf dem Campus Melaten begonnen werden soll. Und die Politik staunte: „Prima, das hat Vorbildfunktion”, kommentierte Norbert Finkeldei stellvertretend für viele den ebenso kühnen wie transparenten Entwurf für das erste Gebäude, das spätestens Ende 2012 fertig sein soll.

Bis zu 25 Millionen Euro will Hermanns´ Landmarken AG gemeinsam mit der CZP Investments B.V. aus Den Dolder in diesen ersten Hingucker investieren. Insgesamt sind es laut Hermanns bis zu 75 Millionen Euro, die dieses deutsch-niederländische Konsortium namens „ante4C”, das als erster privater Investor die Campus-Bühne betritt, in den nächsten Jahren in den Melatener Boden setzen will. „In vier bis sechs Jahren kann das Cluster fertig sein”, schätzt Hermanns. Und fügt hinzu: „Die Nachfragedynamik ist gut.”

Platz für 350 Arbeitsplätze

Für das erste Gebäude dieses Clusters Logistik, das insgesamt unter der Federführung des RWTH-Forschungsinstituts für Rationalisierung steht, stehen nach Angaben der Investoren bereits 95 Prozent der Mieter fest. Auf 8500 Quadratmetern Büro-, Labor- und Fabrikflächen werden rund 350 Arbeitsplätze entstehen, von denen es 234 bereits heute gibt. 116 wären demnach neue Campus-Jobs. In anderen Bereichen soll es aber dem Vernehmen nach auch höhere Anteile neuer Arbeitsplätze geben, sagt Hermanns. Ergänzt wird die Forschungsinfrastruktur durch Einzelhandel, Gastronomie und Service-Einrichtungen - im ersten Gebäude sind dafür rund 2500 Quadratmeter vorgesehen.

Steht das ganze Cluster - insgesamt sind fünf Gebäude geplant -, erstreckt sich die Bruttogeschossfläche auf rund 39.000 Quadratmeter. Dann wäre auch die „Agora” entstanden, quasi das „Wohnzimmer” des Gebäudeensembles: ein freier Platz inmitten der Bauten mit viel Wasser, Terrassen und „Lebendigkeit”, wie Architekt van Waveren verspricht. In den Gebäuden soll sich derweil die enge Vernetzung von Forschung und Industrie widerspiegeln.

Alle Einheiten bestehen aus einer Kombination von Werkhalle und Bürogebäude, im ersten Gebäude bildet ein großes Atrium das Herzstück, das alle Arbeitsbereiche in Sichtbeziehungen setzt. Transparenz, Kommunikation und Interaktion sind Leitmotive des Konzepts. Das gilt im Übrigen nicht nur für den „Erstling”, denn dass man mit den Amsterdamer Architekten auch die übrigen Gebäude gestalten will, unterstreicht Hermanns deutlich: „Hier wird nicht nur aus einem Guss geforscht, sondern auch aus einem Guss gebaut.”
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