24-Stunden-Programm beim Hochschulradio Aachen

Von: Claudia Bauderer und Hubert Szczepaniak
Letzte Aktualisierung:
hochschulradio_bu
Im Studio: Daniela Ewers ist eine von rund 40 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Hochschulradios.

Aachen. Dass Daniela Ewers keine Frühaufsteherin ist, hört man ihr nicht an, wenn sie zwei Mal in der Woche um kurz nach acht Uhr munter die Hörer der Vormittagssendung „Der Morgen danach” begrüßt. Dafür trifft sie bereits um sieben Uhr im Studio des Hochschulradios Aachen ein, das sich in der obersten Etage eines knallig orangenen Gebäudes an der Wüllnerstraße befindet.

Seit fast zwei Jahren ist sie Mitarbeiterin des Hochschulradios und hat in beinahe allen Bereichen mitgewirkt. Genau darin sieht die 26-jährige Studentin auch eine wesentliche Stärke des Campusradios: Jedes Mitglied kann sofort aktiv in verschiedenen Bereichen mitarbeiten und ist nicht nur „Zuschauer”.

Die gewonnenen Erfahrungen können Türöffner für die berufliche Zukunft sein, wie zwei Ehemalige beweisen, die den großen Sprung in öffentlich-rechtliche Sender geschafft haben. Das ganze Team des Hochschulradios besteht aus Amateuren verschiedener akademischen Fachrichtungen.

Dennoch legen auch die Amateure höchsten Wert auf möglichst „professionelle” Radioproduktionen. Zur Verfügung stehen ihnen lediglich drei Räume, die voll gestellt sind mit gespendeten Einrichtungsgegenständen und technischem Equipment. In diesen Räumen bereiten sie ihr 24-stündiges Radioprogramm vor und strahlen es aus.

Zurzeit zählt das Aachener Hochschulradio zwischen 35 und 40 aktive Mitglieder, die sich in unterschiedlichen Arbeitsgruppen engagieren. So bedient eine Vielzahl von Musikredakteuren in ihren Spartensendungen die unterschiedlichen Musikgeschmäcker und sorgt für ein abwechslungsreiches Programm - mit einem großen Anteil Nischenmusik. Genau darin sehen die Macher des Hochschulradios den wesentlichen Unterschied zu anderen Radiosendern. Dies wird durch den sich regelmäßig wiederholenden Jingle „Hochschulradio Aachen - wir sind die Andern” deutlich hervorgehoben.

Neben der Musik sind zahlreiche Wortbeiträge, wie Interviews, Reportagen oder auch Hörspiele ein fester Bestandteil des Radioprogramms. Sie werden von Wort-Redakteuren wie Daniela Ewers erarbeitet. Sie selbst hat ihr Engagement für den Sender auf mittlerweile acht Stunden in der Woche zurückgeschraubt.

Jedem Mitarbeiter ist der zeitliche Aufwand, den er in das Hochschulradio investieren möchte, selbst überlassen. Der praller gefüllte Stundenplan der Bachelor-Studenten ist sicher ein Grund, dass immer weniger Studenten es schaffen, während der Vorlesungszeit beim Hochschulradio mitzuwirken. „Es könnte mehr Nachwuchs da sein”, stellt Danielas Kollegin und Personalbeauftragte Sally Forstmann nüchtern fest.

Trotz der vielen Arbeit steht für alle Mitarbeiter der Spaß am Radiomachen im Vordergrund. Auch für Daniela Ewers: Und wen würde sie denn mal gerne interviewen? „Kanzlerin Angela Merkel und Außenminister Frank-Walter Steinmeier.” Das liegt wohl an ihrem Studium der Politikwissenschaften. Überzeugt ist sie davon, dass der Wahlkampf sehr interessant werden wird. Mit Sicherheit wird die Studentin auch den Zuhörern des Hochschulradios davon berichten.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert