Zwischen Himmel und Hölle: Neue Konsolenspiele im März

Von: Christoph Lippok und Heiko Haupt, dpa
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Grusel garantiert: Bei „„Silent Hill: Shattered Memories” geht es durch eine nächtliche Stadt - und hinter jeder Ecke kann das Grauen lauern. Foto: dpa

Frankfurt/Main. Ein Großteil der vergangenen Wochen war optimal für die meisten Videospieler: Schnee, Eis, Kälte, alles grau in grau draußen - da bleibt man doch am liebsten daheim und schaltet die Konsole an.

Egal wie das Wetter im März wird: Die Anbieter haben sich einiges einfallen lassen, das Spielern die Entscheidung schwer machen soll, den Fuß vor die Haustür zu setzen.

Zu den Höhepunkten gehört „Heavy Rain” für die Playstation 3. Der Titel soll mehr sein als klassische Daddelware, da der Spieler die Handlung in Form eines interaktiven Thrillers erleben soll. Sie dreht sich um die Suche nach dem Origami-Killer, der bei jedem seiner Opfer eine der kunstvoll gefalteten Papierfiguren hinterlässt.

Der Spieler schlüpft nacheinander in die Rollen mehrerer Personen, vom FBI-Agenten bis zur Journalistin. Wie er dabei jeweils vorgeht, beeinflusst bei dem Titel von Quantic Dream („Fahrenheit”) und Sony Computer Entertainment die Handlung. Dabei ist es auch wichtig, auf die Gedanken des gerade gespielten Charakters zu achten. „Heavy Rain” erscheint bereits am 26. Februar und wird gut 60 Euro kosten.

Ebenfalls ein Highlight ist die jüngste Auflage eines Klassikers: „Silent Hill: Shattered Memories” von Konami erscheint für die Wii und die Playstation 2. Vor allem Besitzer von ersterer dürften ihren Spaß haben, weil das Entwicklerteam das Spiel für das Steuern mit der Wii-Fernbedienung optimiert hat. Sie wird etwa als Taschenlampe und Handy eingesetzt. Der Begriff „Spaß” ist hier allerdings relativ: Bei „Silent Hill” geht es, ging es schon immer, ums gepflegte Gruseln.

Aus Handlungssicht ist „Shattered Memories” streng genommen gar kein neuer Titel. Schließlich werden große Teile von Folge eins der Survival-Horror-Serie erzählt, die 1999 herauskam - nur eben für die Wii neu interpretiert. Protagonist ist Harry Mason, der das Rätsel um seine verschwundene kleine Tochter Cheryl zu lösen hat. Er landet im Ort Silent Hill - mitten im Winter - und erlebt albtraumhafte Szenen.

Vor allem begegnet er immer wieder in schummrigen Gebäuden fiesen Gestalten. Sein Problem: Er ist ohne Waffen unterwegs und kann sie nicht einfach umnieten. Das hat für jugendliche Spieler allerdings sein Gutes. Denn im Gegensatz zu den meisten Teilen der Serie ist der jüngste nicht erst ab 18, sondern schon ab 16 zugelassen. Gruselig ist er trotzdem - nicht zuletzt gerade deshalb, weil der Spieler den herumstreunenden Untoten mehr oder minder hilflos ausgeliefert ist.

Maßgeblichen Einfluss auf den Spielverlauf hat das „Psychenprofil” von Hauptfigur Mason. Dieses wiederum ändert sich stetig - und zwar immer dann, wenn Harry mit anderen Figuren interagiert oder neue Gegenstände untersucht. Auch die Reihenfolge, in der er sie erkundet, spielt eine Rolle. „Silent Hill: Shattered Memories” soll in beiden Varianten rund 30 Euro kosten.

Auch „Final Fantasy” hat Tradition. Am 9. März erscheint bei Koch Media bereits Folge 13 der Rollenspiel-Serie. Protagonistin Lightning ist dabei mit ihren Kollegen in und zwischen zwei Welten unterwegs. Eine Art Himmelreich stellt die Welt Cocoon dar: Einträchtig leben die Menschen zusammen, Harmonie allenthalben. Gefahr für dieses Idyll lauert in der Unterwelt Pulse. Dort erwacht ein gottartiges Wesen und verflucht reihenweise Menschen von Cocoon, um aus ihnen willenlose Marionetten zu formen. Und genau hier kommt Lightning ins Spiel.

Ein wesentliches Element der Reihe ist der Einsatz von magischen Fähigkeiten. Von den anfangs rein rundenbasierten Kämpfen haben sich die Entwickler schon in den vorigen Folgen weitgehend verabschiedet. Für die neue versprechen sie, das Kampfsystem nochmals entscheidend weiterentwickelt zu haben - zugunsten von mehr Action. Die taktischen Überlegungen beim auf den Gegner zugeschnittenen Einsatz von Waffen und magischen Elementen sollen trotzdem nicht zu kurz kommen.

Weitere Komplexität kommt durch das sogenannte Paradigmen-System ins Spiel. Damit lässt sich während einer Auseinandersetzung die Rolle eines Kampfmitglieds ändern. „Final Fantasy XIII” erscheint für die Playstation 3 (rund 55 Euro) und die Xbox 360 (rund 65 Euro). Für beide Konsolen wird es auch Spezial-Auflagen geben, denen unter anderem eine Soundtrack-CD und ein Buch beiliegen.

Exklusiv für die Wii erscheint voraussichtlich am 25. März bei Ubisoft „Red Steel 2”. Spieler müssen mindestens 16 Jahre alt sein und dürfen dann Schwertkämpfe und Feuergefechte austragen. Dabei verschlägt es sie an diverse Schauplätze. Der spannendste dürfte die Wüstenmetropole Caldera sein. Die Entwickler versprechen, mit Hilfe des „Motion Plus”-Aufsatzes für die Wii-Fernbedienung würden die Spieler-Bewegungen besonders exakt auf den Bildschirm übertragen.

„Red Steel 2” zu starten, das bedeutet, in die Rolle eines echten Außenseiters zu schlüpfen, der außer Schwert und Knarre eigentlich keine Freunde hat. In First-Person-Ansicht muss sich der Spieler ins Kampfgetümmel stürzen. Bei durchaus sechs Gegnern auf einmal ist da einiges an Übersicht vonnöten. Läuft es gut, erfährt der Spieler nach und nach mehr über die Geschichte seiner Figur. Im Paket mit dem Aufsatz wird das Spiel rund 55 Euro kosten - ohne „Motion Plus” ist es etwa fünf Euro billiger.

Wer den Eindruck hat, der März sei allein kämpfend zu überstehen, liegt falsch. Denn zum Monatsende bringt der Kinderspiele-Spezialist Tivola eine neue Folge der erfolgreichen Reihe „Prinzessin Lillifee” heraus: „Die große Feenparty” erscheint exklusiv für die Wii.

Mit Fernbedienung und Nunchuk gilt es, die Titelheldin durch ihren Schlossgarten zu steuern. Hinter jedem Treffen mit einem Freund - mit dabei sind Einhorn Rosalie, Schmetterlingsfee Bella oder Rosenfee Merle - steckt ein Minispiel. Beim „Schmetterlinge zaubern” etwa werden Regentropfen in ebensolche verwandelt. Sind alle Aufgaben gemeistert, gibt es ein Abschlussspiel, und die Party kann beginnen. Der Titel soll für rund 50 Euro in den Handel kommen.
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