Düsseldorf - Vorsicht bei der Bereitstellung von Digitalfotos im Web

Vorsicht bei der Bereitstellung von Digitalfotos im Web

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Düsseldorf. Viele Menschen zeigen auf ihren Internet-Seiten eigene Digitalfotos. Manche Seitenbetreiber bieten auch anderen Fotografen auf solchen Web-Präsenzen die Möglichkeit, ihre Bilder der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Hierbei ist jedoch Vorsicht geboten.

Denn nicht alle Fotomotive sind legal. So ist es beispielsweise verboten, Fotos im Internet zu veröffentlichen, die in bestimmten Zoos oder Tierparks angefertigt worden sind. Auch das Fotografieren mancher Denkmäler und Sehenswürdigkeiten sowie militärischer Anlagen oder das Ablichten von Ausstellungsstücken in Museen ist häufig an sich schon verboten. Werden solche Bilder dann auch noch online gezeigt, ist der Verstoß oft gravierend.

Der Betreiber einer Internet-Seite, der anderen Fotografen Speicherplatz bietet, macht sich unter Umständen mitschuldig, wenn es um die Verbreitung von Fotos geht, die gar nicht hätten angefertigt werden dürfen, oder deren Veröffentlichung im Internet verboten ist.

Insbesondere, wenn der Inhaber der Urheberrechte, also etwa ein Museum, sich bei dem Seitenbetreiber meldet und mit Hinweis auf das Fotografierverbot um eine Löschung der beanstandeten Bilder bittet, sollte dieser Aufforderung schnellstmöglich Folge geleistet werden. Denn anderenfalls droht ein Rechtsstreit, der für den Inhaber der Web-Seite möglicherweise nicht gut ausgeht.

Das hat auch der Betreiber des Foto-Portals „Ostkreuz” jüngst zu spüren bekommen. Er war von der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten rechtlich belangt worden, weil auf der Internet-Seite Fotos aus einer Parkanlage zu sehen waren, die ein Fotograf trotz eines Fotografierverbotes aufgenommen hatte.

Die Richter des Landgerichts Potsdam waren der Ansicht, dass das Fotografieren eine Eigentumsverletzung darstellt. Der beklagte Portalbetreiber ist zudem laut den Juristen als Störer anzusehen, weil er schon vor Jahren über die Rechtsverletzung in Kenntnis gesetzt worden ist und danach keine ihm zumutbaren Maßnahmen ergriffen hat, die Inhalte zu löschen oder zu sperren (LG Potsdam, Az.: 1 O 175/08).
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