Von den schottischen Highlands in die Wüste Dubais

Von: Christoph Lippok, dpa
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Die Ruhe nach dem Sandsturm: In „Spec Ops: The Line” geht der Spieler im zerstörten Dubai auf die Suche nach verschollenen Kameraden. Foto: dpa

Berlin. Auf der Videospielmesse E3 in Los Angeles haben die Hersteller Anfang Juni ihre kommenden Titel vorgestellt. Doch ist das alles noch Zukunftsmusik, bis Spiele wie „Assassins Creed 3”, „Fifa 13” oder „Need for Speed: Most Wanted” in den Handel kommen, ziehen noch einige Monate ins Land.

Von einem Sommerloch ist aber trotzdem wenig zu spüren. Dafür sorgen unter anderem der Shooter „Spec Ops: The Line”, Nintendos „Beat the Beat: Rhythm Paradise” und ein Wiedersehen mit dem Skateboard-Klassiker „Tony Hawks Pro Skater”.

Das Actionspiel „Steel Battalion - Heavy Armor” versetzt den Spieler ins Jahr 2082. Ein Virus hat sämtliche Mikroprozessoren zerstört, technisch gesehen ist die Welt in die 40er Jahre des 20. Jahrhunderts zurückgefallen. Am Steuer eines sogenannten Vertikalpanzers, einer Art Kampfroboter auf zwei Beinen, greift der Spieler auf der Seite der USA in einen Kampf neuer Supermächte ein. Im Kooperationsmodus kann er sich dabei von maximal drei Freunden unterstützen lassen.

Das Besondere an „Steel Battailon” ist, dass der Shooter die Bewegungssteuerung Kinect unterstützt. Zum ersten Mal kommen dabei der normale Controller und Kinect gemeinsam zum Einsatz. Die Bewegung des Kampfgerätes, die Auswahl von Zielen und das Abfeuern der Hauptwaffen werden mit dem Controller gesteuert. Direkt mit dem Oberkörpers steuert der Spieler unter anderem das Zielfernrohr oder Maschinengewehr und Geschützturm. Auch die Interaktion mit der Besatzung des eigenen Panzers erfolgt ohne Knopfdruck und mit Gesten. „Steel Battalion - Heavy Armor” ist für rund 60 Euro exklusiv für die Xbox 360 erhältlich.

Einen Shooter für Erwachsene bringt 2K Games am 29. Juni in den Handel. „Spec Ops: The Line” spielt in Dubai, das von einem Sandsturm völlig zerstört wurde. Soldaten, die zur Rettung der Zivilisten ausgesandt wurden, sind spurlos verschwunden. Als Kopf einer Spezialtruppe muss der Spieler herausfinden, was genau passiert ist. Das führt natürlich zu den genreüblichen Schießereien. Die Entwickler versprechen darüber hinaus aber eine wendungsreiche Handlung, in deren Verlauf der Spieler ein paar schwierige moralische Entscheidungen treffen muss. „Spec Ops: The Line” steht ab dem 29. Juni für Playstation 3 und Xbox360 in den Läden, kostet etwa 55 Euro und ist wegen der Gewaltdarstellung nur für Volljährige freigegeben.

Deutlich friedlicher geht es dagegen beim Wii-Spiel „Beat the Beat: Rhythm Paradise” von Nintendo zu. Gut 50 Minispiele für einen oder zwei Spieler stehen zur Auswahl - und immer geht es um Spaß im Takt. Mit dem richtigen Groove gilt es zum Beispiel, mit einer Gabel fliegende Erbsen aufzuspießen oder eine Wippe in Schwung zu halten. Vor einer Partie werden kurze Tutorials eingeblendet, die Neulingen die Bedienung erklären. Präsentiert wird der Rhythmuswettbewerb in fröhlich-bunter Zeichentrickgrafik. „Beat the Beat: Rhythm Paradise” ist für rund 40 Euro erhältlich.

Pixars neuer Animationsfilm „Merida - Legende der Highlands” kommt zwar erst am 2. August ins Kino, das gleichnamige Spiel für die Wii gibt es aber bereits ab dem 19. Juli. Die schottische Prinzessin Merida träumt davon, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen. Doch ihre Mutter, die Königin Elinor, will sie lieber mit dem Sohn eines Clan-Anführers aus dem Königreich verheiraten. Doch dieser Lebensplan passt nicht zu dem aufmüpfigen Mädchen, das stattdessen lieber auf eigene Faust in die Welt hinauszieht. Neben einem Storymodus, der sich an der Handlung des Films orientiert, gibt es auch eine Reihe von Minispielen, in denen die Titelheldin zum Beispiel ihre Fähigkeiten als Bogenschützin beweisen muss. „Merida - Legende der Highlands” wird etwa 30 Euro kosten.

Auf den Download-Portalen Xbox Live Arcade und Playstation Network erscheint im Juli ein neuer Teil der langlebigen Skateboard-Reihe „Tony Hawks Pro Skater”. Insgesamt elf Ableger hat die Serie bereits gesehen. „Tony Hawks Pro Skater HD” ist jedoch keine Fortsetzung, sondern eine optisch und spielerisch komplett überarbeitete Neuauflage der erfolgreichen ersten beiden Teile von 1999 und 2000.

Beim Gameplay bleibt jedoch alles beim Alten: Noch immer geht es darum, mit dem Skateboaud über die Rampen und Geländer verschiedener Arenen zu rasen, halsbrecherische Tricks aneinanderzureihen und damit möglichst viele Punkte abzustauben. In den Details gibt es aber einige Änderungen: So muss der Spieler zum Beispiel keine VHS-Kassetten mehr einsammeln, sondern etwas zeitgemäßere DVDs. Für den Songs wurden mehrere Songs aus den Originalspielen übernommen, Entwickler Activision hat aber auch ein paar neue Tracks hinzugefügt. Der Download des Spiels wird voraussichtlich etwa 15 Euro kosten.
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