Berlin - Umtauschen oder basteln: Wege zur Micro-SIM

Umtauschen oder basteln: Wege zur Micro-SIM

Von: dpa
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Berlin. Wollen Handynutzer mit laufendem Vertrag eine herkömmliche SIM-Karte in eine Micro-SIM-Karte umtauschen, kostet das oft Gebühren.

In einer Stichprobe der „Computerbild” boten nur 3 von 15 Providern den Tausch kostenlos an. Meist ist er mit einer Bearbeitungsgebühr zwischen 10 und 25 Euro verbunden. Bevor sie eine hohe Gebühr zahlen, könnten Kunden die Standard-SIM (25 mal 14 Millimeter) aber einfach mit einer Schere auf Micro-SIM-Format (15 mal 12 Millimeter) zurechtstutzen, raten die Experten der Zeitschrift (Ausgabe 20/12).

Das geht, weil die herkömmliche Karte zum größten Teil aus einer unnützen Plastikumrandung besteht. Der eigentliche goldene SIM-Chip in der Mitte ist aber in beiden Kartenvarianten gleich groß. Wenn das Basteln schiefgeht, können Kunden immer noch eine Micro-SIM-Karte beim Provider bestellen.

Eine genaue Schneideanleitung bietet zum Beispiel die Seite http://www.micro-sim.de. Als Werkzeuge benötigen Handynutzer eine Papierschere, eine Nagelschere, eine Nagelfeile, Klebeband und eine Papierschablone, die unter http://dpaq.de/v3D2v als PDF zum Herunterladen und Ausdrucken bereitsteht. Im Handel gibt es sogar sogenannte Micro-SIM-Adapter. Das sind Plastikumrandungen, in die selbst zurechtgeschnittene Karten eingesetzt werden können, so dass Kunden wieder eine SIM im herkömmlichen Format erhalten.

Immer mehr Handys, aber auch Tablets haben inzwischen Steckplätze für die kleineren Micro-SIM-Karten. Denn je kleiner die SIM-Karte, desto mehr Gestaltungsspielraum haben die Hersteller beim Design kompakter und flacher Smartphones. Neukunden erhalten inzwischen oft eine Kombi-SIM-Karte. Das ist eine normal große SIM-Karte, aus der sich eine Micro-SIM herauslösen und auch wieder einsetzen lässt. Wer zum Vertrag ein Handy mitkauft, bekommt ohnehin die passende Karte.

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