Trotz Digitalisierung: Warum das gedruckte Buch noch lange nicht abgeschrieben werden kann

Trotz Digitalisierung im Buchhandel: Warum das gedruckte Buch nicht abgeschrieben werden kann

Von: vo
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Berlin. Die Digitalisierung erfasst immer größere Bereiche unseres Alltags: Online-Shopping, der Konsum von Nachrichten oder generell das Beschaffen von Informationen. Auch das Lesen ist von dieser Entwicklung nicht ausgenommen.

E-Books lassen sich online kaufen und direkt auf den E-Book-Reader herunterladen - sofern denn überhaupt noch gelesen werden muss: der Markt der Hörbücher ist weiterhin im Wachstum begriffen. Ist das traditionelle, gedruckte Buch damit überholt?

Die Vorteile des E-Books

Vielleicht gehören Sie auch zu den Leuten, die Bücher elektronisch lesen. Diese Variante ist durchaus mit einer Vielzahl von Vorteilen verknüpft: einige E-Book-Reader verfügen über eine integrierte Beleuchtung, sodass kein externes Licht benötigt wird. Um sich ein E-Book zu kaufen, muss der Weg zum Buchhändler nicht mehr angetreten werden - per Download ist der Inhalt sofort verfügbar.

Eine Vielzahl von Büchern mit auf die Reise zu nehmen, erfordert kein üppiges Reisegepäck mehr. Der E-Book-Reader ist üblicherweise leichter als ein einziges Exemplar eines gedruckten Buchs. In Zeiten immer schnellerer Internetleitungen können Informationen blitzschnell übertragen werden.

Natürlich stellt sich hier die Frage, warum Sie diese Informationen - und darauf beschränken sich Bücher ganz objektiv - dann überhaupt noch in physischer, also gedruckter Form kaufen sollten.

Umsätze im Buchhandel im Sinkflug

Im Jahr 2016 sind die Umsätze zudem wiederholt leicht gefallen, gegenüber dem Vorjahr betrug der Rückgang immerhin 1,4 %. Anstelle von 9,32 wurden damit lediglich noch 9,19 Milliarden Euro eingenommen. Dabei muss berücksichtigt werden, dass der zahlenmäßige Absatz nicht gesunken ist, die durchschnittlich erzielten Preise für jedes Medium allerdings schon.

Auch dieser Umstand ist auch ein Wachstum der digitalen E-Books zurückzuführen. Die Preisbindung im Buchhandel, die den Markt vor einem ruinösen Wettbewerb bewahren soll, ändert nichts daran, dass der Verlag für Hardcover, Taschenbuch und E-Book unterschiedliche Preise festlegen kann. Aufgrund der geringeren Kosten sind E-Books auch zumeist spürbar günstiger.

Was für ein gedrucktes Buch spricht

Hierbei stellt sich natürlich die Frage, welche Argumente überhaupt noch für das klassische Printmedium sprechen. Abgesehen davon, dass es natürlich einfacher ist, ein gedrucktes Buch zu verleihen und die Anschaffung eines E-Book-Readers entfällt, sind es vor allem Argumente, die sich nicht rational erfassen lassen. Ein gedrucktes Buch zu lesen ist auch eine haptische Erfahrung.

Die Seiten zu spüren, direkt zu sehen, wieviel Sie schon gelesen haben und noch lesen werden - all dies kann ein E-Book-Reader in dieser Weise nicht bieten. Vielleicht können Sie sich noch daran erinnern, dass sie einmal als Kind oder Jugendlicher ein dickes Buch durchgelesen und dann stolz in das Regal gestellt haben. Theoretisch ist dies natürlich auch mit einem E-Book-Reader möglich.

Aber die Mühe, die Disziplin die das Lesen vielleicht ab und an abverlangt hat, werden Sie einem seelenlosen Elektronikgerät kaum ansehen können. Und ähnlich wie bei der Schallplatte oder der regionalen Landwirtschaft besinnen sich immer mehr Menschen auch zurück und entscheiden sich ganz bewusst für die traditionelle Variante - das gedruckte Buch.

Der Traum vom eigenen Buch

Viele Menschen träumen davon, einmal ein eigenes Buch zu schreiben. Immer mehr erfüllen sich diesen Traum auch. Während 2002 lediglich 5.500 Belletristik-Titel auf den Markt kamen, verdoppelte sich dieser Wert auf 10.000 im Jahr 2012. Für das Jahr 2016 konnten gar 14.165 Neuerscheinungen verzeichnet werden.

Auch beim Buchdruck lässt sich die Trendwende bereits erkennen, nach dem Tiefpunkt 2014 konnte bereits ab 2015 ein Anwachsen von hierzulande produzierten Buchtiteln verzeichnet werden. Vielleicht haben Sie selbst schon einmal darüber nachgedacht, ein eigenes Buch zu veröffentlichen. Womöglich arbeiten Sie sogar schon längere Zeit daran. Stellen Sie sich Ihr Buch als eine Datei vor? Oder möchten Sie am Ende der Mühen nicht ein gedrucktes Erstlingswerk in den Händen halten.

Dabei ist es gar nicht unmöglich, eigene Bücher drucken zu lassen. Zudem ist es weitaus günstiger, als Sie vielleicht annehmen. Mit Kreativität und etwas Mut können auch Sie schon bald ihr erstes Buch veröffentlichen - und sich damit einen womöglich schon lange gehegten Traum erfüllen.

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