Spannung für Mobil-Spieler: Neue Plattformen und frische Titel

Von: Florian Oertel und Dirk Averesch, dpa
Letzte Aktualisierung:
Nintendo Ds
Knipsen und spielen: Nintendos neuer DSi hat neben Bildschirmen, die größer sind als beim Vorgänger DS, auch zwei Kameras an Bord. Foto: dpa

Hamburg. Es herrschen gerade spannende Zeiten für Mobil-Spieler: Anfang April hat Nintendo die Minikonsole DS unter dem Namen DSi in aufgefrischter Variante herausgebracht - und zumindest ein paar dafür entwickelte Download-Titel gibt es schon.

Auch Apples iPhone und iPod Touch werden als Plattformen für mobile Spiele immer wichtiger. Alles beim Alten ist bei Sonys Playstation Portable.

Das namhafteste DSi-Download-Spiel ist „WarioWare: Snapped!”. Wie schon bei den diversen Versionen des Titels für andere Plattformen handelt es sich um eine Sammlung von Minispielen. Der Clou ist hier, dass zur Steuerung eine der beiden in den DSi eingebauten Kameras genutzt wird. Zwischen den Bildschirmen der Minikonsole positioniert und auf den Spieler gerichtet, zeichnet sie dessen Bewegungen auf.

Um die Aufgaben - in Hamburger beißen oder nach Münzen greifen etwa - zu lösen, muss der Spieler den Kopf bewegen oder auch mit den Händen fuchteln. Die Download-Spiele aus dem „DSi-Shop” gelangen über die „Wi-Fi-Connection” auf die Konsole. Dafür muss sich der Nutzer zunächst den kostenlosen Internetbrowser herunterladen. „Wario Ware: Snapped!” kostet 500 „Nintendo Points”, das entspricht 5 Euro.

Neben dem rund 170 Euro teuren neuen DSi wird auch der bisherige DS weiter angeboten - und mit ihm Spiele, die auf beiden Varianten spielbar sind und die Bewegungssteuerung nicht nutzen. Einer dieser Titel ist das in Japan entstandene Rollenspiel „Blue Dragon Plus” von Ignition Entertainment. Wie beim Vorgänger „Blue Dragon” steuert der Spieler den jungen Kämpfer Shu und seine Freunde.

Mit dieser bunten Truppe geht es auf verschiedenen Spielfeldern gegen Fieslinge wie den dreiköpfigen Drachen Balaur. Shus Getreue haben unterschiedliche Fähigkeiten und sind etwa besonders clevere Kämpfer oder gute Heiler. Das gilt es taktisch klug auszunutzen. Da es bei „Blue Dragon Plus” trotz allem unblutig zugeht, ist das Spiel für Spieler ab sechs Jahren zugelassen. Es kostet knapp 40 Euro.

Keine Jugendfreigabe hat „Resistance Retribution” - bei Sony Computer Entertainment exklusiv für die PSP erschienen. Die Handlung des Shooters ist zeitlich nach jener von „Resistance: Fall of Man” für die Playstation 3 angesiedelt. Der Spieler steuert den Soldaten James Grayson und muss Mutanten zur Strecke bringen, die sich in europäischen Städten wie Paris oder Bonn breitgemacht haben.

Heftig zur Sache geht es auch bei der Shooter-Serie „Metal Gear Solid”. Mit „Touch” ist jetzt eine Variante des Spiels für den iPod Touch und das iPhone erschienen. Für die Steuerung wird jeweils der bewegungsempfindliche Bildschirm der Geräte genutzt. Der Titel vom Anbieter Konami ist für knapp 5 Euro im Apple App Store zu haben.

Don King ist wohl der berühmteste Box-Promoter der Welt. Er wurde 1974 bekannt, als er den „Rumble in the Jungle”, einen fragwürdigen Kampf zwischen Muhammad Ali und George Foreman in Kinshasa (in der heutigen Demokratischen Republik Kongo) organisierte - finanziert vom damaligen Diktator Mobutu. Jetzt hat 2K Sports den Namen für die Simulation „Don King Boxing” - erhältlich für den DS - aufgegriffen.

Bevor es im Storymodus an Austragungsorten wie dem New Yorker Madison Square Garden gegen Boxer wie Arthur Abraham oder Samuel Peter in den Ring geht, muss viel Schweiß im Training fließen. Es gilt so lange, Haken und Geraden am Sandsack oder mit dem Trainer zu üben, bis aus dem ambitionierten Amateur ein Star geworden ist.

Mit dem Steuerkreuz nähert man sich dem Gegner. Per Touchpen setzt der Spieler gezielte Geraden oder holt zum harten Kinnhaken aus. Solche Schläge lassen die wichtige Adrenalin-Anzeige im grünen Bereich bleiben. Allerdings sollte man seinen Boxer nicht zu viele unkoordinierte Schlägen austeilen lassen. Sonst geht die Ausdauer zu Neige und der Boxer schnell zu Boden. Das Spiel kostet 30 Euro.

Friedfertiger präsentiert sich der JumpnRun-Klassiker „Giana Sisters”. Im Jahr 1987 erschien das heutige Kultspiel für den C64, später auch für den Amiga und den Atari-Heimcomputer. Nun hat es dtp für Nintendos DS adaptiert. Die Handlung hat sich nicht geändert: Das blonde Mädchen Giana macht sich auf den Weg, um ihre Diamanten zurückzuerobern, die ihr geheimnisvolle Mächte entzogen haben.

Sie hüpft durch eine bunte Fantasiewelt mit blauem Himmel und Pilzen am Wegesrand. In den Levels verstreut liegen Gianas Diamanten - bereit, eingesammelt zu werden. Ihren Gegnern - etwa fiese Eulen oder Käfern - macht sie den Garaus. Sie kann sich aber auch in die rabiate Punker-Giana verwandeln, für die Mauern kein Hindernis darstellen, oder in einer Kaugummi-Blase fliegen, wenn sie an einem Süßigkeiten-Automaten vorbeikommt. Sehr gefällig macht das Spiel der abwechslungsreiche und überarbeitete Original-Synthie-Soundtrack. Das Spiel ist für 40 Euro zu haben.

Vor allem an Spieler zwischen 7 und 15 Jahren richtet sich die neue DS-Folge von „Carmen Sandiego”. In „Das Geheimnis am Ende der Welt” gilt es, mit der Agentin Julia Argent und ihrem Assistenten Adam die Meisterdiebin Sandiego zu fassen. In den 90er Jahren war „Carmen Sandiego” eine Kindersendung der ARD, deren Teilnehmer virtuell verschiedene Länder bereisen, Indizien sammeln und Zeugen befragen mussten. An diesem pädagogischen Konzept, das spielerisch Erdkunde, Geschichte, Kunst und Kombinatorik vermitteln will, hat sich auch in dem 20 Euro teuren DS-Spiel nichts geändert.
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