Hannover - Soundmaschinen auf dem Rechner: Alternativen zu „iTunes” und „WMP”

Soundmaschinen auf dem Rechner: Alternativen zu „iTunes” und „WMP”

Von: Nadine Hantke, dpa
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Soundmaschinen auf dem Rechner: Alternativen zu „iTunes” und „
Es muss nicht immer iTunes sein: Zur Musiksoftware von Apple gibt es viele Alternativen. Foto: dpa

Hannover. Ob „Windows Media Player” oder „iTunes”: Computernutzer spielen Musik oft auf den jeweils vorinstallierten Porogrammen der Betriebssysteme von Microsoft oder Apple ab. Doch es lohnt sich, im Internet nach anderen Musikplayern zu stöbern.

Viele der meist kostenlosen Lösungen haben zusätzliche Funktionen, die nützlich oder zumindest unterhaltsam sind. Das macht diese Player zu echten Alternativen zu den altbekannten.

Wie der „Windows Media Player” und „iTunes” von Apple sind die meisten Programme keine reinen Audiospieler mehr, sondern wahre Multimediacenter. Sie spielen also nicht nur Songs ab, sondern auch Filme, bieten ein Vielzahl an Möglichkeiten, die Daten zu ordnen - und oft lassen sich direkt über das Programm via Internetverbindung neue Songs oder Filme hinzukaufen.

„Die Grenzen zwischen Audio- und Mediaplayer verwischen”, ist Sven Hansen von der in Hannover erscheinenden Zeitschrift „ct” überzeugt. Er sieht außerdem den Trend hin zu Musikplayern, die Internetdienste einbeziehen: „Immer mehr Inhalte fließen schon jetzt online ein.” Manchem Nutzer reicht aber auch ein Programm, das nur Musik abspielt und leicht zu handhaben ist. Hier kommen Kurzporträts einiger Player:

WINAMP: Weit verbreitet ist „Winamp” vom Unternehmen Nullsoft. Die Software bietet alles, was ein Musikplayer können muss: Songs von ungeschützten CDs rippen, DVDs brennen und natürlich Musik abspielen. Für alle, die ihre Songs unterwegs auf dem MP3-Spieler dabei haben möchten, bietet „Winamp” die Synchronisation mit mobilen Geräten.

Dank unzähliger Plug-ins lässt sich die Software den Wünschen des Nutzers anpassen. Das gilt auch für ihre Optik: Es gibt jede Menge sogenannter Skins zum Herunterladen. Der „Winamp Media Player” ist Freeware, lässt sich aber für knapp 13,50 Euro auf die „Professional Version” erweitern. Sie ermöglicht schnelleres Brennen. Wer „nur” Musik spielen will, kann auch das halb so große „Winamp-Lite” nutzen. (Download: http://de.winamp.com)

VLC: Ebenfalls schlank, aber mit vielen nützlichen Funktionen ausgestattet, kommt der „VLC Media Player” daher. Er ist praktisch, weil er mit fast allen Audio- und Videoformaten zurechtkommt und auf den meisten Betriebssystemen problemlos läuft. Dank MPEG- und DivX-Streaming lassen sich Inhalte schon während des Herunterladens ansehen oder anhören. Den „VLC Media Player” gibt es auch in einer Variante für mobile Geräte. (http://www.videolan.org)

FOOBAR 2000: Auch dieser Gratis-Player kommt mit allen gängigen und vielen exotischen Audioformaten zurecht und eignet sich daher zum Konvertieren von Dateien. Sein schlichtes Design und die einfache Oberfläche sorgen dafür, dass „Foobar 2000” wenige Systemressourcen des Computers beansprucht. Praktisch sind die vielen zuschaltbaren Funktionen und die definierbaren Shortcuts. (http://www.foobar2000.org)

MUFIN PLAYER: Die deutsche Entwicklung verspricht, Songs nach Klang zu ordnen und somit abgestimmte Playlisten zu erstellen. Die Software erkennt Stimmung, Tempo und Instrumentierung der Dateien. „Der Vorläufer unserer Technik wurde am Fraunhofer-Institut entwickelt und bei uns ausgebaut”, erklärt Petar Djekic von Mufin. Außerdem lässt sich der Player in Profile bei Diensten wie Twitter und Facebook integrieren. Dadurch sehen die Kontakte des Nutzers, welche Musik dieser gerade hört. (http://www.mufin.com)

JAJUK: Diesen Player könnte man als „Musik-Organizer” bezeichnen. Er verwaltet große Mengen an Audiodateien in einer XML-Datenbank. Bei bestehender Verbindung sucht er online nach passenden CD-Covern oder greift auf Bilder aus dem jeweiligen Ordner zurück. Infos zum Titel oder Künstler lassen sich ebenfalls anzeigen. Hierzu bedient sich der Player bei der deutschen Version von Wikipedia. (http://www.jajuk.info)

SONGBIRD: Wie Jajuk basiert auch dieser Player auf Open Source. Das heißt, Hobbyprogrammierer können ihn weiterentwickeln. „Songbird” ist eine Mischung aus Musikplayer und Internetbrowser und sorgt so für den einfachen Zugriff auf viele Links und Musikdienste wie zum Beispiel Last.fm. (http://www.getsongbird.com)

MUSIC BEE: Auch er hat alle Grundfunktionen eines guten Players: Er spielt ab, verwaltet und rippt, sucht Zusatzinformationen im Internet und greift auf Online-Musikdienste zu. Mit der Funktion „Auto-DJ” kann der Nutzer eigene Playlists nach unterschiedlichen Kriterien erstellen. (http://www.getmusicbee.com)

MEDIAMONKEY: Eine riesige Funktionsvielfalt macht „Media Monkey” zum Alleskönner unter den Musikplayern. Er bietet Features wie den „Partymode”, damit die Gäste während der Feier zwar eine Songauswahl treffen, die persönlichen Einstellungen aber nicht verändern können. Zudem erstellt der „Affe” Statistiken zum Hörverhalten des Nutzers. (http://www.mediamonkey.com)

„Die Frage nach dem richtigen Player ist Gewohnheits- und Geschmackssache”, findet Hansen. Beim Ausprobieren gilt es aber, eine gesunde Skepsis an den Tag legen, sagt Markus Schaffrin von eco, dem Verband der deutschen Internetwirtschaft in Köln: „Man sollte immer darauf achten, dass der Free Download auch wirklich kostenfrei ist. Sobald persönliche Daten abgefragt werden, sollte man aufmerksam werden.”

Auch wichtig: Wenn der Player mit dem Internet kommuniziert, werden Daten übertragen. Wer das nicht will, muss ihn entsprechend konfigurieren oder auf internetbasierte Funktionen verzichten.
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