Sicherheit im Internet: Deutsche sind sorglos online unterwegs

Von: vo
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Foto: istock.com/zmeel

Berlin. Die Bevölkerung weiß immer besser über die zahlreichen Gefahren im Internet und wie man sie umgehen kann Bescheid. Doch nur die wenigsten handeln im Netz auch sicher.

Dabei wird das Internet immer gefährlicher. 

Die Bedrohungslage verschärft sich

Passwörter regelmäßig ändern, Updates durchführen und keine unbekannten Mail-Anhänge - die meisten Internetnutzer wissen genau, wie sie sich im Internet sicher verhalten können. Doch Sicherheitsbewusstsein und -verhalten bleiben noch immer verschiedene Dinge.

Während sich zwar 70 % Sorgen um ihre persönlichen Daten machen, tun nur die wenigstens etwas dafür, diese zu schützen. Und das obwohl das Internet laut dem Verein Deutschland sicher im Netz (DsiN) in den letzten Jahren zunehmend gefährlicher geworden ist.

Cyberattacken haben massiv zugenommen und werden dabei immer professioneller ausgeführt, sodass die meisten herkömmlichen Computerschutzprogramme nichts mehr dagegen ausrichten können. Auch die Oberfläche für derartige Angriffe wird mit zunehmender Digitalisierung verschiedener Lebensbereiche immer größer.

Laut DsiN werden digitale Aufklärung und die Förderung digitaler Kompetenzen daher in Zukunft besonders wichtig werden, diese müssten jedoch professionell unternommen werden. Die Digitalisierung und der Trend zu vernetzten Geräten steigert die Komplexität der Thematik, weshalb das Eingreifen von Experten notwendig sei.

Ein Problem dabei ist auch, die ständige und rasante Entwicklung der Möglichkeiten, die eine anhaltende Kommunikation über die sich verändernden Risiken notwendig macht. Der Verein wünscht sich daher, diese Thematik schon früh in die Bildung von Schülern zu übernehmen.

Verbraucher wissen gut Bescheid und unternehmen wenig

Die meisten Internetnutzer gehen beim Surfen bewusst große Sicherheitsrisiken ein. Das vorhandene Sicherheitswissen wird praktisch kaum angewendet, vielen sind die Gefahren sogar egal. Für die DsiN ist dies ein äußerst beunruhigendes Ergebnis. Laut den eigenen Erhebungen sind besonders Außenstehende oder Nutzer betroffen, die denken, dass sie ohnehin nichts ausrichten können.

Laut dem Verein benötigen mindestens 60 % der deutschen Bevölkerung dringend Unterstützung in digitalen Sicherheitsfragen. Viele befinden sich im kritischen Bereich. So verwenden nur 80 % aller Nutzer Antivirenprogramme, Logout-Funktionen oder variierende Passwörter. Das ist noch zu wenig.

"Um der Bedrohungslage im Netz entgegenzuwirken, müssen wir die Aufklärungsarbeit für Verbraucher verstärken.", bekräftigt Dr. Thomas Kremer, Vorstandsvorsitzender der DsiN. "Wir müssen das Übel an der Wurzel packen: Digitale Kompetenz ist Schlüsselkompetenz im 21. Jahrhundert."

Daher soll IT-Sicherheit auch früh in der Bildung verankert werden, damit die Deutschen in Zukunft für die veränderten Risiken im Online-Alltag gewappnet sind. Angebote zum Erlernen gibt es jedenfalls genug: So vermitteln eBooks wichtige Grundlagen und auch diverse Kursangebote klären über die Basics auf.

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