Nur wenige Unternehmen trauen sich in die Cloud

Von: rd
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Berlin. Noch immer ist Cloud-Computing dem deutschen Mittelstand nicht ganz geheuer. Doch IT-Entscheider wissen: Angesichts wachsender Datenmengen und der stetig steigenden Anforderungen an die Reaktionsgeschwindigkeit der Unternehmen im globalen Wettbewerb wird an der Cloud schon bald kein Weg vorbeiführen.

Laut der EMC Studie "Digitales Universum" verdoppelt sich die weltweite Datenmenge alle zwei Jahre. 2020 wird die Masse an Daten, die erzeugt, codiert und über das Internet verarbeitet werden muss, einen Umfang von 44 Zettabyte bzw. 44 Billionen Gigabyte erreichen. Eigene Server und Inhouse-Strategien der Datenverarbeitung werden hier bald an ihre Grenzen stoßen.

Dennoch tun sich deutsche Unternehmen nach wie vor schwer damit, IT-Dienstleistungen über externe Anbieter zu beziehen. Dem Statistischen Bundesamt zufolge nutzen im Dezember 2014 lediglich 12 Prozent der Unternehmen in Deutschland entsprechende Cloud-Lösungen.

Entscheidend für den Einsatz von Cloud-Computing im Arbeitsalltag ist vor allem die Unternehmensgröße. Während externe IT-Dienste bei 27 Prozent der großen Unternehmen ab 250 Mitarbeitern  in den Arbeitsalltag integriert sind, greifen nur 10 Prozent der kleinen Unternehmen mit 10 bis 49 Beschäftigten auf Anwendungen aus der Cloud zurück.  

Im Unternehmenskontext bezieht sich Cloud-Computing auf die bedarfsgerechte Bereitstellung von IT-Dienstleistungen wie Software-Anwendungen oder Hardware-Ressourcen über das Internet. Die Abrechnung erfolgt in der Regel nutzungsabhängig.

Vorteile bietet Cloud-Computing vor allem in Bezug auf den zeit- und ortsunabhängigen Zugriff auf das bereitgestellte IT-Angebot. Dank Cloud-Lösungen muss eine entsprechende IT-Infrastruktur nicht mehr selbst zur Verfügung gestellt und gewartet werden.

So bieten entsprechende Anwendungen vor allem für kleinere Unternehmen einen großen Wettbewerbsvorteil, da sie mit geringem finanziellen Aufwand in den Genuss hochwertiger IT-Leistungen kommen. Kostenintensive Dienste können dem Bedarf entsprechend angemietet werden und müssen nicht das ganze Jahr über bereitgestellt werden.  Zudem entfallen Wartungskosten und Aufwendungen für spezialisiertes Fachpersonal.

In Deutschland ist das beliebteste Nutzungsszenario für Cloud-Computing die Auslagerung von Daten auf entsprechende Webserver, wie sie beispielsweise von der 1&1 Internet AG angeboten werden. Dem Statistischen Bundesamt zufolge entspricht die Speicherung von Daten 56 Prozent der in Anspruch genommenen Cloud-Lösungen in Deutschland. Gefolgt von E-Mail-Anwendungen mit 46 Prozent und Unternehmensdatenbanken mit 37 Prozent.

Als größtes Hemmnis für die Integration cloudbasierter IT-Anwendungen in den Unternehmensalltag hat das Statistische Bundesamt das Risiko von Sicherheitsproblem identifiziert. 47 Prozent der befragten Unternehmen gaben an, aus diesem Grund nur eingeschränkten Gebrauch von Cloud-Anwendungen zu machen. 37 Prozent sehen nach wie vor Unsicherheiten bezüglich geltenden Rechts. Für weitere 36 Prozent ist der geografische Standort des Anbieters entscheidend, da dieser mit Datenschutzfragen verbunden ist.

Dennoch ist die Cloud für viele Unternehmen in Deutschland ein ernst zu nehmendes Thema. Wie die  PAC-Studie "Arbeitsplätze in der Wolke?!" zeigt nutzen, planen oder diskutieren 61 Prozent der deutschen Unternehmen interne und externe Cloud-Lösungen. Um mögliche Risiken durch externe IT-Angebote zu minimieren, gaben zudem 51 Prozent der befragen Unternehmen an, weitgehend auf einheitliche Lösungen eines Dienstleisters setzen zu wollen.

Voraussetzung für die Auslagerung von Datenbeständen ist für 57 Prozent der Unternehmen der Serverstandort Deutschland. Weitere 30 Prozent würden Daten auch EU-weit auslagern. Außerhalb der europäischen Grenzen würden lediglich 12 Prozent der befragten Unternehmen Cloud-Dienste in Anspruch nehmen.

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