Aachen/Düren/Heinsberg - Netrace: 100 Teams sind für die Hauptrunde qualifiziert

Netrace: 100 Teams sind für die Hauptrunde qualifiziert

Von: Marc Heckert
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Gut auf Kurs: das Team knowhow von der Willi-Fährmann-Schule Stolberg zählte in der Vorrunde mit vollen 50 Punkten zu den besten Mannschaften. Von links: Dennis Simons, Kiara Dickes, Arian Plewniak, Lehrer Dennis Burbach, Tim Hutschenreuter, Patrick Angermann, Andrew Bröland und Nora Azizi. Ein Teammitglied konnte beim Fototermin nicht dabei sein.
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Ein Fiesling, der viele Punkte kostete: Um „Jo“ Gerner alias Wolfgang Bahro aus „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ ging es in der Vorrunde.

Aachen/Düren/Heinsberg. Es läuft bei ihnen. Zu Acht sind sie, eine gute Größe für ein schlagkräftiges Netrace-Team. Und obwohl ihre Gruppe mit dem Namen knowhow zum ersten Mal bei einem Netrace angetreten ist, haben sie einen perfekten Start in die elfte Auflage des Schülerwettbewerbs von unserer Zeitung und NetAachen hingelegt:

Volle 50 Punkte hat die Gruppe von der Willi-Fährmann-Schule in Stolberg abgeräumt. Damit gehen die Acht mit gestärktem Selbstbewusstsein in die anstehende Hauptrunde.

Rund 190 Teams mit rund 1700 Schülern von 53 Schulen aus der Region sind in diesem Jahr bei der Rallye um Wissen und Tempo im Netz dabei. In der Vorrunde mussten sie sich durch Fragen quälen wie diese: „Eine deutsche Soap, die auf dem Sender RTL läuft, feierte dieses Jahr im Mai 25-jähriges Jubiläum. Wie heißt die gesuchte Soap mit vollem Titel? Welche Filmlegende (Vor- und Zuname) spielt der Schauspieler, der bereits seit dem ersten Jahr in der Rolle des fiesen Anwalts in der gesuchten Soap zu sehen ist, in diesem Jahr in einem Berliner Theater?“

Nicht auf Betriebstemperatur

Eigentlich eine gar nicht so schwere Frage mit Aufwärmcharakter – sollte man meinen. So ganz auf Betriebstemperatur waren viele Teams dann aber wohl doch noch nicht, denn während der Name der Serie – es ging natürlich um „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ – relativ leicht herauszufinden war, hat der zweite Teil der Frage reihenweise Punktabzüge regnen lassen.

„Hier haben sehr viele Teams die Hälfte der möglichen fünf Punkte verloren, weil sie nicht richtig gelesen haben“, sagt Kerstin Reisen, Netrace-Projektbetreuerin beim medienpädagogischen Institut Promedia Maassen in Alsdorf. Viele Teams nannten einfach den Namen des Schauspielers, Wolfgang Bahro. Oder den Namen des Anwalts, den Bahro spielt, nämlich Hans-Joachim „Jo“ Gerner. Die richtige Antwort war allerdings Charlie Chaplin.

Schwamm drüber. 100 von 187 Teams haben sich für die Hauptrunde qualifiziert. Ab dem 16. Januar treten die besten drei Gruppen jeder Schule gegeneinander an. Danach geht es ans sprichwörtliche Eingemachte: In den beiden Finalrunden heißt es Schule gegen Schule.

Die acht Schüler der Gruppe knowhow aus Stolberg haben in der Vorrunde an ihrer Technik gefeilt: „Wir haben uns in Teams aufgeteilt, die Informationen gesammelt und am Ende miteinander verglichen“, erklärt Andrew Bröland. „Das war echt produktiv“, findet ihr Lehrer Dennis Burbach.

Am Computer saßen die Kids aus der Kupferstadt auch nicht zum ersten Mal – das lassen die Berufswünsche der 13- bis 16-Jährigen schon ahnen, unter denen sich auch so Technik-orientierte Bezeichnungen finden wie IT-System-Elektroniker und Kfz-Mechatroniker. Teammitglied Tim Hutschenreuter hat denn auf seinem Rechner auch erst einmal den Browser über das Entwicklermenü nach seinen Vorlieben angepasst.

Ein Problem wird umschifft

Bei so viel Motivation und Qualifikation haben es die Stolberger denn auch sportlich genommen, dass bei der Recherche im Netz eine wichtige Seite einmal zeitweise nicht aufrufbar war, die des Senders RTL nämlich. Sie spürten die benötigte Information anderswo auf.

So kam auch keine Langeweile auf – „wär‘s langweilig, würde ich gar nicht erst mitmachen“, sagt Schüler Andrew Bröland und grinst. Kein Zweifel, die Stimmung ist gut im Computerraum der Schule an der Talstraße, wo das Team am sogenannten Werkstatttag am Mittwoch zwischen der ersten und fünften Stunde arbeitet.

Ihr Lehrer Dennis Burbach hatte aus dem Kollegenkreis vom Netrace gehört. Er hatte kein Problem, die Schüler vom Mitmachen zu überzeugen. Ein Team waren die Acht- bis Zehntklässler der Förderschule mit dem Schwerpunkt Lernen, Sprache & Emotionale und Soziale Entwicklung ohnehin schon, denn sie bilden die Schülerzeitungs-AG an ihrer Schule. „Das passte thematisch gut“, sagt Lehrer Burbach. „Die Aktualität der Themen ist etwas, das die Schüler interessiert.“

Richtig spannend wird es jetzt natürlich im direkten Wettkampf mit den anderen Schulen – darunter Teams aus höheren Jahrgangsstufen und von allen Schulformen, ob Gesamt- oder Realschulen, Haupt- und Berufsschulen und Gymnasien. Lehrer Burbach gibt sich kämpferisch: „Es ist natürlich unser Anspruch, jetzt noch einen draufzusetzen.“

Vor diesen Konkurrenzkampf haben die Organisatoren des Netrace aber erst einmal die Weihnachtspause gelegt. Vier Wochen Zeit, sich vorzunehmen, beim nächsten Mal, wenn es um Schauspieler und ihre Rollen geht, ganz genau zu lesen, nach wem oder was eigentlich gefragt ist.

Alle Ergebnisse gibt es auf der Netrace-Projektseite www.az-an-netrace.de.

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