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Nächstes iPad soll Apples Tablet-Dominanz verteidigen

Von: dpa/tc
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Aachen. Im Frühjahr 2011 schien das iPad-Wunder von Apple seine Grenzen erreicht zu haben. Auch wenn der Konzern mit seinem „Riesen-iPhone” einen tollen Lauf hinlegte und dem totgeglaubten Markt der Tablet-Computer Leben eingehaucht hat, jetzt würden die vielzähligen Rivalen das iPad abdrängen - so lautete dammals die Meinung vieler Branchenexperten. Doch es kam ganz anders.

Mehr als 80 Konkurrenzgeräte mit dem Google-Betriebssystem Android wurden vor einem Jahr angekündigt. Dazu drängte der Blackberry-Anbieter RIM mit seinem Playbook in das Geschäft ebenso wie Hewlett-Packard mit dem TouchPad. Doch viele Android-Tablets verschwanden in der Versenkung. Das TouchPad von HP ist inzwischen Geschichte. Und das Playbook von RIM hält sich trotz einer inzwischen verbesserten Software nur mit drastischen Preissenkungen gerade so über Wasser.

Nun geht das Spiel wieder von vorn los. Apple stellt am Mittwoch sein nächstes iPad vor, das gegen viele neue Konkurrenten antreten muss. Dass das neue iPad 3 (das vielleicht auch iPad HD heißen wird) ein Display mit deutlich verbesserter Bildqualität bekommt, scheint inzwischen eindeutig. Über die restlichen Neuerungen ranken sich die Gerüchte. Ein leistungsstärkerer Chip? Sehr wahrscheinlich. Super-schneller LTE-Datenfunk? Soll laut der Finanznachrichtenagentur Bloomberg in einigen Modellen drin sein - allerdings weiß man bei Apple nie so genau, was aus diversen Test-Versionen am Ende in die fertigen Produkte kommt.

Als schärfster Rivale gilt diesmal der Online-Händler Amazon, dessen einfaches Tablet Kindle Fire weniger als die Hälfte des günstigsten iPad kostet - auch weil Amazon ihn subventioniert und unter Herstellungskosten abgibt. Im bisher einzigen Markt USA soll Amazon im Weihnachtsgeschäft mehrere Millionen Geräte verkauft haben. Wie viele genau, hält der Konzern geheim, so richtig Marktanteile messen kann man damit nicht.

Auf dem Horizont taucht aber schon der nächste große Herausforderer auf: Microsoft mit seinem nächsten Betriebssystem Windows 8, das im Herbst erscheint und auch auf Tablets laufen wird. Microsoft setzt auf sein innovatives Metro-Design sowie die Anziehungskraft seiner Bürosoftware Office, die mit Windows 8 auf den Tablet-Computern verfügbar wird.

Das Fehlen des Office-Pakets auf dem iPad hat haber bislang Apples Absatzerfolge nicht spürbar beeinträchtigt: Gut 15 Millionen iPads setzte Apple allein im jüngsten Weihnachtsquartal ab - von den 55,3 Millionen, die bisher insgesamt verkauft wurden. Konzernchef Tim Cook bekräftigte, er könne sich durchaus vorstellen, dass der Tablet-Markt den Absatz klassischer PCs mit der Zeit überholt. Und Apple ist fest entschlossen, an der Spitze der Bewegung zu bleiben.

© IDG / In Zusammenarbeit mit computerwoche.de
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