Hüpfspiel-Helden geben ihr Comeback

Von: André Klohn, ddp
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Die neuen Games beeindrucken vor allem durch immer beeindruckendere Grafiken. Foto: ddp

Hamburg. Die Videospiel-Industrie setzt in diesem Weihnachtsgeschäft vor allem auf Altbewährtes. Videospiel-Legende Super Mario feiert dabei ebenso ein Comeback auf den Bildschirmen wie Sonys Hüpfspiel-Duo Ratchet und Clank.

Ihr neues Playstation-3-Abenteuer „Ratchet & Clank: A crack in time” bietet eine sehr gelungene Mischung aus Action und Geschicklichkeit. Dieses Mal hüpfen Ratchet und sein kleiner Roboter-Kumpel Clank aber getrennt durch abwechslungsreiche Level. Um seinen von Dr. Nefarious entführten Freund zu retten, verschlägt es Ratchet auf zahlreiche Planeten.

Meist steuert der Spieler den Lombax Ratchet über Plattformen, setzt sich mit teils skurrilen Gegnern auseinander und sammelt wie gewohnt fleißig Schrauben ein. Die Clank-Kapitel erfordern meistens Kopfarbeit. Hilfreich ist eine neue Waffe, um die Zeit örtlich begrenzt zu verlangsamen. Wie von der Serie gewohnt, sind Steuerung und Kameraführung tadellos. Die abgedrehte Geschichte wird begleitet von hübschen Zwischensequenzen und ist auch für Serien-Neulinge empfehlenswert.

Konkurrent Nintendo bringt mit der Neuauflage von „New Super Mario Bros.” klassisches Jumpn Run in 2D auf die Wii. Die Geschichte ist soweit bekannt: Wie immer entführt der Böse Bowser Prinzessin Peach und Super Mario eilt los, um sie zu retten. Neu ist bei der Wii-Version vor allem der Mehrspieler-Modus. Bis zu vier Spieler toben durch die Hüpfpassagen und sammeln Münzen. Dabei kann der Überblick allerdings schon mal verloren gehen. Natürlich haben sich die Entwickler auch die Bewegungssteuerung der Fernbedienung zunutze gemacht. Das Level-Design sucht weiter seinesgleichen. Der Schwierigkeitsgrad stellt Anfänger aber vor eine schwere Probe.

Das Abdriften in eine Fantasywelt an langen Winterabenden ermöglicht das Rollenspiel „Dragon Age: Origins” von Electronic Arts. Als Mitglied der „grauen Wächter” stellt sich der Spieler einer unheilvollen Macht, der dunklen Brut, entgegen. Dabei entwickeln sich actionreiche Gefechte in Echtzeit gegen allerlei Schurken und natürlich auch Drachen.

Abseits der Haupthandlung warten zahlreiche Nebenquests auf Magier, Elfen, Zwerge oder menschliche Krieger. Die Grafik kann in den Konsolenversionen nicht ganz mit der spannenden Geschichte und der gelungenen Charakterentwicklung mithalten.

In das Mittelalter entführt den Spieler Ubisofts Actionspiel „Assasins Creed 2”. Dabei erklettert er als junger italienischer Adliger schwindelerregende Höhen im Italien der Renaissance, um eine Verschwörung aufzudecken.

Die Entwickler haben sich die Kritik am Vorgänger offenbar zu Herzen genommen. Teil zwei spielt sich wesentlich abwechslungsreicher. Die Steuerung geht nach umfangreichem Tutorial flott von der Hand. Egal ob auf den Dächern Venedigs oder in den Gassen von Florenz: Die Spielwelt fasziniert und lässt keine Langeweile aufkommen.

Wer es noch actionreicher mag, sollte einen Blick auf „Borderlands” von Take 2 werfen. Die Entwickler haben Elemente aus Action- und Rollenspielen in schicker Cel-Shading-Grafik gemischt. Im Wüstensand erledigt der Spieler zahlreiche, aber wenig abwechslungsreiche Missionen und begibt sich auf die Suche nach einer Kammer des Reichtums. Das macht vor allem im Koop-Modus mit einem Mitspieler Spaß.

Rennspielfreunde lenken auf der Wii mit ihrer Fernbedienung den Wagen von Weltmeister Jenson Button um die Kurse der abgelaufenen Formel-1-Saison. „F1 2009” von Codemasters besitzt übliche Rennspiel-Modi wie Zeitfahren, schnelle Rennen oder das Fahren einer kompletten Saison. Per Fernbedienung lassen sich die Boliden nach etwas Eingewöhnung relativ passabel über den Kurs bewegen. Das Verhältnis zwischen Realismus und Zugänglichkeit ist gut abgewogen. Auch die Grafik ist gelungen.

Ebenfalls einen Blick wert ist die auch ohne Hauptspiel lauffähige Erweiterung „Stalker: Call of Pripyat”. Dieses Mal begibt sich der Spieler als Geheimagent in die verstrahlte Zone um den Kernreaktor von Tschernobyl.

Ein neues Abenteuer um einen schrillen Nachtclub-Boss bietet die zweite Erweiterung für die Xbox-Version von „GTA IV” mit dem Titel „The Ballad of Gay Tony” von Rockstar Games. Als Tonys Leibwächter erledigt der Spieler teils aufwendig inszenierte Missionen auf den Straßen, auf dem Wasser oder im Luftraum von Liberty City.

Fans der Lebens-Simulation „Die Sims 3” können ihre virtuellen Ebenbilder nun mit der sehr guten ersten Erweiterung „Reiseabenteuer” nach China, Ägypten und Frankreich schicken. Wie sich dieser Urlaub dort entwickelt, bleibt dabei ganz dem Spieler überlassen.

Neue Spiele für PC und Konsolen

„Ratchet & Clank: A Crack in Time” gibt es nur für die Playstation 3. Das Spiel ist geeignet ab 12 Jahren.

„New Super Mario Bros Wii” ist ohne Altersbeschränkung.

„Dragon Age: Origins” ist ab 18 und erschienen für Xbox 360, Playstation 3 und PC.

„Assasins Creed 2” ist ab 16 Jahren und erschienen für Xbox 360, Playstation 3, PSP und DS. Die PC-Version erscheint Anfang 2010.

„Borderlands” gibt es für PC, Xbox 360 und Playstation 3. Freigegeben ist der Titel ab 18 Jahren.

„Formel 1 2009” ist ohne Altersbeschränkung freigegeben in Versionen für Wii und PSP.

„Stalker: Call of Pripyat” ist ab 18 Jahren und gibt es nur für den PC.

„The Ballad of Gay Tony” ist ab 18 Jahren und exklusiv für Xbox 360.

„Die Sims 3 Reiseabenteuer” laufen sowohl auf PC als auch Mac und sind freigegeben ab 6 Jahren.
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