Hamburg - Große Namen, kleine Wesen: Neues für mobile Spieleplattformen

Große Namen, kleine Wesen: Neues für mobile Spieleplattformen

Von: Florian Oertel, dpa
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pro evolution soccer
Zug zum Tor: Die neue PSP-Version von „Pro Evolution Soccer 2010” lässt den Spieler unter anderem in der spanischen Liga dribbeln. Foto: dpa

Hamburg. In Sachen Videospiele ist der Juni eher ein langer, ruhiger Fluss als ein wild sprudelnder Bergbach. Das gilt umso mehr, wenn es um Titel für die Mini-Plattformen geht - von Nintendos DS über Sonys Playstation (PSP) bis zum iPhone und dem iPod Touch.

Der eine oder andere große Spiele-Name steht trotzdem in den Startlöchern. Daneben gibt es aber auch Reizvolles aus der Nische in Form einer Manga-Umsetzung für die PSP. Hinzu kommen eine Puzzelei von Nintendo für den DS - und kleine, eiförmige Wesen.

Eine der namhaften Neuheiten ist „Pro Evolution Soccer” oder kurz „PES”, das vielen als letztes Wort beim Computerfußball gilt. Während Anbieter Konami schon an der Auflage „2011” für die gängigen Konsolen und den PC arbeitet, bringt er jetzt noch „PES 2010” für das iPhone und den iPod Touch heraus. Hauptaugenmerk der Entwickler war es, die aufwendige 3D-Grafik für die Bildschirme der Apple-Geräte umzusetzen. Inhaltlich wartet der Titel mit den wichtigsten der von den anderen Versionen bekannten Modi auf. Zum Beispiel kann der Spieler bei der Champions und der Europa League antreten.

Auch den zweiten großen Namen bringt Konami unters Spielervolk: „Metal Gear Solid: Peace Walker” erscheint ausschließlich für die PSP - Veröffentlichungsdatum: 17. Juni. Die Handlung knüpft unmittelbar an jene von „Metal Gear Solid 3: Snake Eater” an. Sie versetzt den Spieler zusammen mit der Hauptfigur, dem Elitesoldaten Snake alias Big Boss, ins Jahr 1974.

Ganz so friedlich, wie der Titel „Peace Walker” nahelegen könnte, geht es bei dem Spiel allerdings doch nicht zu. Bei Konami läuft es unter der hübschen Genre-Bezeichnung „Tactical Spionage Action”: Es geht ums Taktieren, ums Ausspionieren übler Zeitgenossen mit einer Verschwörung im Sinn und um gewagte Aktionen, bei denen auch die eine oder andere Schusswaffe zum Einsatz kommt. Der Titel, der mit einem Mehrspielermodus daherkommt, steht in Deutschland mit der Altersfreigabe „16” in den Läden.

Auf einer ganz anderen Baustelle - konkreter: in einem düsteren, alten Landhaus - spielt „Rooms: The Main Building”, entwickelt von Hudson Soft und für den DS herausgebracht von Nintendo. In der Person von Mr. X muss es der Spieler durch die mehr als 100 Räume des Hauses schaffen. Diese bestehen jeweils aus Schiebepuzzeln. Sie gilt es mit Hilfe des Touch-Stiftes zu lösen, damit sich der Ausgang auftut und es im nächsten Raum weitergehen kann. Das Spiel zu einem guten Ende zu bringen, heißt gleichzeitig, das Geheimnis zu lüften, das das rätselhafte Landhaus birgt.

Ein hehres Ziel verfolgen die beiden Hauptfiguren von „Fullmetal Alchemist: Brotherhood”, das Namco Bandai am 13. Juni für die PSP in den Handel bringt. Es hat tatsächlich einmal nichts mit dem Retten der Welt aus Schurkenhänden zu tun. Vielmehr wollen die Brüder Edward und Alphonse Elric, die hierzulande vor allem Manga-Fans kennen dürften, ihre verstorbene Mutter wieder zum Leben erwecken.

Mit Schurken bekommen es Edward und Alphonse allerdings trotzdem zu tun: Um ihre wahrhaft übermenschliche Mission zu erfüllen, müssen sie in den Besitz des Steins der Weisen gelangen. Und das geht nur über Kämpfe gegen nach und nach immer stärker werdende Gegner. Dabei wiederum kommen den beiden Helden ihre alchemistischen Fähigkeiten zugute. All das klingt krude, was im Manga-Universum aber zum guten Ton gehört, und ist für Spieler ab 12 Jahren freigegeben.

Schon seit ein paar Wochen auf dem Markt, aber noch immer aktuell, ist „DoDoGo!”. Der Anbieter Neko Entertainment hat den im besten Sinn putzigen Titel als sogenannte DSiWare, also zum Herunterladen aus Nintendos DSi-Shop, veröffentlicht. Aufgabe des Spielers ist es, möglichst viele Eier des legendären Dodo-Vogels durch gut 100 Level zu bugsieren.

Mit dem DS-Stift muss er dafür Böden umgraben, Dinge verformen und allerhand verrückte Dinge tun. Am besten vergisst er dabei den womöglich frustrierenden Umstand, dass der Dodo letztlich doch ausgestorben ist. Etlichen Kritikern scheint das gelungen zu sein. Jedenfalls kommt „DoDoGo!” beim Portal Metacritic (www.metacritic.com), das Rezensionen von anderen Webseiten bündelt, mit einem Wert von zuletzt 82 auf einer 100-Punkte-Skala gut weg.
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