Gespielt und vorgestellt: Wie Spiele zur Altersfreigabe kommen

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Berlin. Jedes Computerspiel in Deutschland wird getestet, bevor es auf den Markt kommt. Dafür ist seit sieben Jahren die Oberste Landesjugendbehörde (OLJB) zuständig.

Dagegen kümmert sich die Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK) um die logistische Abwicklung, organisiert also etwa die Tester, erläutert Jürgen Hilse, ständiger Vertreter der OLJB.

Die Tester spielten die Spiele komplett durch. Danach gebe es eine Prüfsitzung, in der das Spiel vier Gutachtern vorgestellt wird. Die diskutierten dann über die Altersfreigabe, es folge eine Empfehlung.

Ab welchem Alter ein Spiel freigegeben wird, hängt nicht nur davon ab, wie viel Blut gezeigt wird. Wichtige Kriterien seien, inwiefern Kinder oder Jugendlichen durch ein Spiel geängstigt, unter Druck gesetzt oder erregt werden, erklärt Hilse im Jugendmagazin „Schekker” der Bundesregierung. Dabei würden der gesamte Inhalt, die Atmosphäre, die grafische Darstellung, die Spannung und die Brutalität beurteilt.

Akzeptiert der ständige Vertreter die Empfehlung des Ausschusses nicht, lege er ein Veto ein und das Spiel gehe noch einmal an einen anderen Gutachterausschuss, so Hilse. Die Gutachter seien Lehrer, Sozialarbeiter, Psychologen und Mitarbeiter von Jugendämtern.
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