Forschungsprogramm Theseus: „Bessere Suchergebnisse als Google”

Von: dpa/tc
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Berlin. Das Forschungsprogramm Theseus für ein „Internet der Dienste” hat nach fünf Jahren und Investitionen von 200 Millionen Euro eine positive Abschlussbilanz gezogen.

Mit den Ergebnissen des Projekts sei es sei gelungen, inhaltliche Zusammenhänge von Wort-, Bild- und Tondateien im Internet besser erkennen zu können und daraus neue Anwendungen und Geschäftsmodelle zu entwickeln, sagte der Staatssekretär im Wirtschaftsministerium, Stefan Kapferer, am Dienstag auf einem Abschlusskongress des Projekts in Berlin. Mit den Theseus-Technologien sei es gelungen, bessere Suchergebnisse zu erzielen als Google. Kapferer kündigte einen „Theseus Store” an, in dem Entwicklungen des Projekts bereitgestellt werden sollen.

Das Programm wurde jeweils zur Hälfte vom Bundeswirtschaftsministerium und den beteiligten Unternehmen finanziert. Ursprünglich ging es aus dem von Frankreich initiierten Quaero-Projekt hervor, das die Entwicklung einer europäischen Internet-Suchmaschine als Alternative zu Google zum Ziel hat, bislang aber nicht über erste Ansätze herausgekommen ist. Theseus sollte neue Wege zur Erschließung von Wissen im Netz erkunden. Unter dem Stichwort „Semantisches Web” geht es darum, Informationen mit inhaltlichen Metadaten so aufzubereiten, dass sie gezielter genutzt und vernetzt werden können. Solche Metadaten sollen nach Möglichkeit automatisiert erstellt werden.

Bereits eingesetzt werden Theseus-Technologien von Medienarchiven wie der ARD-Mediathek für den Online-Zugriff auf Radio- und Fernsehsendungen oder dem Medienarchiv für DDR-Musik. Als weiteres Beispiel nannte Kapferer eine „digitale Maschinenakte” für den Maschinenbau und einen „intelligenten Radiologen-Arbeitsplatz” für den Vergleich von anonymisierten Patienten-Befunden.

© IDG / In Zusammenarbeit mit computerwoche.de
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