Externe Festplatten als mobile Speicher: Auf die Anschlüsse achten

Von: Philipp Laage, dpa
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Der Anschluss ist entscheidend für die schnellstmögliche Verbindung zum Rechner: Käufer sollten beim Kauf einer externen Festplatte auf die Schnittstelle achten. Foto: dpa

Hannover/Berlin. Kein Computer hält ewig. Ist er kaputt, können schnell wichtige Daten für immer verloren sein. Wer kein Geld für die möglicherweise unvollständige Rettung seiner Daten ausgeben will, kann mit externen Festplatten vorsorgen. Die ausgelagerten Speichermedien dienen einerseits als Sicherung der eigenen Datenbestände, sie können aber zum Beispiel auch genutzt werden, um die Kapazität des Notebooks zu erweitern.

„Die Qualität fängt bei den Gehäusen an”, erklärt Boi Feddern von der in Hannover erscheinenden Computerfachzeitschrift „ct”. Generell sollten Käufer ein Metallgehäuse vorziehen, weil dies die Wärme besser nach außen leitet. Das kühlt die Platte im Betrieb ab und erhöht damit ihre Lebensdauer. Höherwertige Modelle sind deshalb in Aluminium eingefasst.

Ein wichtiges Auswahlkriterium ist die Größe des Gehäuses. Nicht alle externen Festplatten müssen wirklich in die Hosentasche passen: „3,5-Zoll-Platten sind eher als Back-Up für den Schreibtisch gedacht”, erklärt Feddern. Für unterwegs lohnten dann eher 2,5-Zoll-Platten, die etwas robuster sind und sich in der Regel über den USB-Anschluss mit Storm versorgen. Eine echte Back-Up-Platte für den Schreibtisch sollte wirklich nur für die Datensicherung benutzt werden, rät Holger Skurk vom Branchenverband BITKOM in Berlin.

Ein Vorteil der größeren Platten liege darin, dass diese viele verschiedene Schnittstellen unterstützen, erklärt Helge Lichner, Produktspezialist bei Buffalo Technology in Düsseldorf. Dazu zählen USB, FireWire und External-Serial-ATA-Anschlüsse (eSATA). Kleinere Festplatten seien auf die weite Verbreitung von USB und FireWire 400 angewiesen. Neuere PCs dagegen haben schon eSATA, das eine sehr hohe Übertragungsgeschwindigkeit bietet, so Feddern. Mac-Anwender greifen am besten auf FireWire zurück.

Mehrere Schnittstellen zu haben, ist sinnvoll, wenn der Nutzer flexibel sein möchte und auf die Geschwindigkeitsvorteile der neuen Anschlüsse Wert legt, erläutert Lichner. Anwender sollten sich aber grundsätzlich fragen, welche Anschlüsse sie am Rechner haben, rät Feddern. „Denn mit jeder zusätzlichen Schnittstelle werden die Festplatten teurer.” Festplatten mit 640 oder 750 Gigabyte Speicherplatz bekomme man für ungefähr 80 bis 100 Euro. Externe Festplatten mit einem Terabyte kosteten rund 115 Euro.

Das beste Preis-Leistungs-Verhältnis bieten die großen Platten: „Unter 640 Gigabyte sollte man nicht gehen. Sonst kriegt man zu wenig Speicher für sein Geld”, sagt Feddern. Die Kapazitäten haben sich in kurzer Zeit ohnehin enorm erweitert. „Es sind schon die ersten Modelle mit zwei Terabyte auf dem Markt.”

Verbraucher sollten sich jedoch genau überlegen, was sie brauchen, rät Skurk. Für manche reiche schon ein USB-Stick - etwa wenn es nur darum geht, häufig kleinere Datenmengen von dem einen auf den anderen Rechner zu übertragen. „Die neueren USB-Sticks haben mittlerweile auch bis zu 64 Gigabyte.”

Ist die Festplatte nicht in Betrieb, sollte sie stromlos stehen, empfiehlt Skurk. „Kommt es zu einer Überspannung, können die Daten auf beiden Speicherplätzen verloren gehen.” Immer mehr im Kommen seien auch Festplatten mit Energiesparmodus, sagt Feddern. Die besseren Modelle hätten zudem einen Ein- und Ausschaltknopf. Das könne wünschenswert sein, weil externe Festplatten in der Regel nicht für den Dauerbetrieb gemacht sind. „Wenn der Nutzer sie nicht braucht, sollte er sie ausschalten.”

Die Back-Up-Funktion und eine Synchronisation verfolgen einen ähnlichen Zweck: das Vorhalten des Datenbestands an mehreren Orten. Beim Back-Up sind die Möglichkeiten wesentlich umfangreicher. Es handelt sich prinzipiell um eine Kopie der Daten auf einem anderen Medium. Bei der Synchronisation legt der Nutzer nur zwei Ordner fest, zwischen denen die Daten abgeglichen werden. Ein wesentlicher Unterschied liegt darin, dass die Synchronisation in beide Richtungen funktioniert: Es ist egal, in welchem Datenbestand der Nutzer Änderungen vornimmt - sie werden am jeweils anderen Ort übernommen.
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