Düsseldorf - Digitalisierung erreicht Einzelhandel: Bald per Paypal im Laden um die Ecke zahlen?

Digitalisierung erreicht Einzelhandel: Bald per Paypal im Laden um die Ecke zahlen?

Von: rd
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Düsseldorf. Online gegen Offline – seit Jahren stehen sich der Internet- und der Einzelhandel als Konkurrenten gegenüber. Der E-Commerce überzeugt durch niedrigere Preise und bessere Vergleichs- und Zahlungsmöglichkeiten, der stationäre Handel dagegen punktet mit einem persönlichen Kundenservice und der Möglichkeit, Ware direkt vor Ort in Augenschein zu nehmen.

Um weiterhin konkurrenzfähig zu bleiben, schlagen Einzelhändler immer mehr den Weg der Digitalisierung ein und versuchen von ihren virtuellen Konkurrenten zu profitieren. So sollen Verbraucher künftig auch im Laden um die Ecke bequem per Paypal zahlen können. Nachdem der Einzelhandel im März einen überraschenden Umsatzrückgang zu verzeichnen hatte, stiegen die Umsätze nur wenige Monate später erneut.

Die Beschäftigung in Deutschland hat ein Rekordniveau erreicht, die niedrigen Energiepreise steigern die Kaufkraft der Bevölkerung zusätzlich. Und so geht das Marktforschungsunternehmen GfK davon aus, dass die Kauflaune der Verbraucher in diesem Jahr auch weiterhin die Wirtschaft ankurbeln wird.

Trotz der starken Umsatzzahlen und positiven Prognosen für die Zukunft bleibt bei vielen Einzelhändlern eine große Sorge: der Boom des mächtigsten Konkurrenten, des E-Commerce. Bereits seit zehn Jahren verzeichnet der deutsche Online-Handel eine jährlich Umsatzsteigerung von rund zehn Milliarden Euro. Der Verbraucher von heute liebt das Internet und die unzähligen Möglichkeit, die es beim Einkaufen bietet.

Um da mithalten zu können, muss der Einzelhandel sich neu erfinden und immer mehr auf Digitalisierung und neue Entwicklungen setzen. Ein Schritt in diese Richtung ist zum Beispiel das Ersetzen der traditionellen Kasse durch ein modernes iPad Kassensystem für den Einzelhandel. Damit lässt sich neben dem normalen Kassier-Vorgang, der theoretisch selbst in der Umkleidekabine des Geschäfts stattfinden könnte, auch die Buchhaltung zeiteffizient erledigen.

Das Elmshorner Modehaus Ramelow dagegen setzt auf das Smartphone und informiert seine Kunden per WhatsApp über neueingetroffene Produkte, die ihrem Geschmack entsprechen könnten. Eine höhere Kundenbindung und -zufriedenheit durch personalisierte Ansprache und individuelle Angebote scheint in der Theorie aufzugehen. Zumindest gaben 18 Prozent der Verbraucher in einer Umfrage von pwc an, das Einkaufserlebnis im stationären Geschäft dank personalisierter Angebote als deutlich besser zu empfinden – und ein zufriedener Kunde kauft bekanntlich nicht nur einmal.

Die meisten Verbraucher schätzen beim Einkaufen ebenfalls die Freiheit, sich für eine beliebige Zahlungsart zu entscheiden. Diesbezüglich hat der E-Commerce dem Einzelhandel bisher einiges voraus. Doch genau das soll sich in Zukunft ändern. Verbraucher, die bereits über ein Konto des Online-Bezahldienstes Paypal verfügen, sollen darüber an speziellen Karten-Terminals ihre nicht-virtuellen Einkäufe bezahlen können – vorausgesetzt, das Terminal unterstützt die kontaktlose Zahlung mit Visa-Card.

In den USA läuft derzeit die Einführungsphase, die schätzungsweise einige Jahre in Anspruch nehmen wird. Schon jetzt werden Lesegeräte eingeführt, die kontaktlose Zahlungen per NFC-Nahfunk (NFC=Near Field Communication) ermöglichen sollen. Wann der Service im deutschen Einzelhandel eingeführt wird, ist derzeit noch nicht klar. Dass er es wird, kann man aber schon jetzt mit ziemlicher Gewissheit sagen.

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