Den Unterricht digital aufwerten: Software-Seminar für Lehrer

Von: heck
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Software für den Unterricht: Volker Wittenbröker von der Ammma AG aus Bielefeld (Bild) und Volker Jürgens von Aixconcept aus Aachen präsentierten unter anderem das Notizprogramm OneNote. Foto: Heckert

Aachen. Während für Jugendliche das Smartphone oft der wichtigste Gegenstand im Leben ist und sie sich ein Leben ohne Onlineverbindung kaum vorstellen können, ist die Schule allzu oft eine technikfreie Zone. Wie digitale Hilfsmittel den Unterricht aufwerten können, war jetzt Thema eines Seminars für Lehrer in Aachen.

Erst im November vergangenen Jahres hatte die Studie „Schule digital“ der Deutschen Telekom Stiftung ans Licht gebracht, dass nicht einmal die Hälfte der befragten Lehrer in Deutschland digitale Medien regelmäßig im Unterricht einsetzt. Dabei lag Nordrhein-Westfalen auf dem drittletzten Platz der Tabelle, nur 36 Prozent der Lehrer setzen dort öfter als einmal pro Woche auf digitale Unterrichtsmittel.

Um interessierte Pädagogen über praktisch einsetzbare Medien – insbesondere Software – zu informieren, hatten der auf den Bildungsbereich spezialisierte Aachener IT-Dienstleister Aixconcept zusammen mit seinem Partner Microsoft und dem Bielefelder Spezialisten für e-Learning Ammma AG rund 50 Lehrkräfte ins Hotel Mercure geladen. Dass das Thema zumindest Teilen der lokalen Lehrerschaft auf den Nägeln brennt, zeigte die große Nachfrage: Die Veranstaltung war ausgebucht.

Im Mittelpunkt des Nachmittags stand die für Bildungseinrichtungen kostenlos nutzbare Plattform Office365, das neue Präsentations-Tool Sway und das digitale Notizbuch OneNote – „ausschließlich Freeware“, also kostenfreie Programme, wie Aixconcept-Geschäftsführer Volker Jürgens betonte. „Es geht uns darum, mit einem praxisbezogenen Angebot die möglichen Anwendungsszenarien bekannter zu machen.“

So lässt sich die sogenannte Storytelling-App Sway nutzen, um Texte, Bilder und Videos zu einer ansprechenden Präsentation zusammenzustellen – entweder vom Lehrer für die Klasse oder von Schülern als Projektarbeit.

Das Notizprogramm OneNote dagegen empfiehlt sich für den Klassenverbund. Etwa, um das Unterrichtsmaterial vorzubereiten, digitale Arbeitsblätter an die Schüler zu verteilen und anschließend die fertigen Inhalte wieder „einzusammeln“. „Das ist alles relativ einfach zu handhaben, dazu sind keine IT-Kenntnisse nötig“, erklärte Volker Jürgens.

Ohne technische Infrastruktur allerdings lässt sich auch die beste Software nicht ins Klassenzimmer bringen. Das reicht vom Full-Touch-Monitor anstelle der Kreidetafel bis zum flächendeckenden Einsatz von Tablet-PCs im Unterricht. „Vor allem aber ist ein leistungsfähiges WLAN nötig“, sagte Jürgens. An der Anbindung hakt es besonders oft: Der Breitbandausbau an den Schulen im Land steckt vielerorts noch in den vielzitierten Kinderschuhen.

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