Das Netrace nimmt Fahrt auf: Vorrunde geschafft!

Von: Marc Heckert
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Nur nichts überhasten: So konzentriert wie diese Bremerhavener Grundschüler im Juli mit ihrem selbst gebauten Boot aus Zeitungspapier auf große Fahrt gingen (mehr dazu im Text), haben sich die erfolgreichen Netrace-Teilnehmer durch die Vorrunde gearbeitet. Foto: Carmen Jaspersen/dpa
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An die Spitze vorgearbeitet: Philipp Salm, Tobias Kolbig, Jesse Betu, Silvia Pils, Fabian Simons, Fabian Ziwiza und ihre Lehrerin Christine Schütt-Keller (von links) sind „The Drimborn Brains II“ aus Aachen. Foto: Heckert

Aachen. Eine so schöne Aussicht vom Schulgelände haben nur die wenigsten Teilnehmerteams beim Netrace, der Internetrallye von NetAachen und unserer Zeitung. Wenn „The Drimborn Brains“ nach Unterrichtsende über den Schulhof schlendern, blicken sie hinunter auf den Aachener Tierpark. Schottische Hochlandrinder schütteln ihre gehörnten Schädel, es riecht würzig nach Zebra, Luchs und Strauß und im Hintergrund kreischt ein Vogel.

Ob es ein bisschen auch an dieser fantasieanregenden Kulisse liegt, dass sich die Schüler der Städtischen Gemeinschaftshauptschule Drimborn in der Vorrunde so weit an die Spitze der Tabelle gekämpft haben? Die höchstmöglich erreichbare Zahl von 50 Punkten der Gruppe „The Drimborn Brains II“ sprechen für sich.

Mag sein, dass es auch an der Umgebung liegt. Doch die Lehrerin der Achtklässler, Christine Schütt-Keller, hat eine andere Erklärung. „Seit der fünften Klasse haben die Schüler Computerunterricht, seit der zweiten Hälfte der siebten Klasse auch im Bereich Internetrecherche“, sagt sie. Mal abgesehen davon, dass man als Schüler im Alter von 13 bis 15 Jahren sowieso in der Welt von Youtube, Instagram, Snapchat oder WhatsApp zu Hause ist.

Doch neben dieser allgemeinen Vorbereitung haben die drei Teams, die aus der Klasse 8a beim größten Online-Schülerwettbewerb der Region angetreten sind, auch ganz zielgerichtet trainiert. Zum Begleitmaterial, das von den Netrace-Organisatoren beim medienpädagogischen Institut Promedia Maassen angeboten wird, gehören auch Übungsfragen. Und damit haben die Drimborner ganz klassisch trainiert – Erfolg hat schließlich auch irgendwas mit Arbeit zu tun.

So vorbereitet, konnten die Schüler der integrativen Klasse – unter ihnen sind neun Schüler mit unterschiedlichen Förderschwerpunkten, etwa Sprachentwicklung – sich voll auf die inhaltliche Arbeit konzentrieren. Den technischen Part beherrschten sie bereits: „Wir haben die Antworten in Word vorgeschrieben, am Ende auf einen USB-Stick gezogen und in die Antwortmail kopiert“, erklärt Tobias Kolbig, 15 Jahre.

Und gab es mit einer der Fragen besondere Probleme? „Nö“, sagt Jesse Betu, 13, und lacht. „Die waren alle ungefähr gleich schwer.“ Silvia Pils, 14, nickt: Die Vorrunde war zu schaffen.

Aber die Teams wissen natürlich, dass die Vorrunde nur eine von vieren ist. Nach der Weihnachtspause, am 19. Januar, treten die drei besten Gruppen jeder Schule zur Hauptrunde an. Die Drimborner werden sich dann mit den 116 anderen qualifizierten Gruppen von Schulen aus der ganzen Region messen. Mit Teams, die so fantasievolle Namen haben wie „Die NASAbohrer“, „TeamÜber-Euch“ oder „Polygon-Lasso-Werkzeug“ (Benutzer der Bildbearbeitungssoftware Adobe Photoshop verstehen diesen Witz).

Aber mit fantasieanregender Umgebung kennen sich die Drimborner ja bestens aus – die haben sie jeden Tag direkt neben der Schule.

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