Los Angeles - Aufpoliert und in 3D: Alte Spiele mit neuer Technik

Aufpoliert und in 3D: Alte Spiele mit neuer Technik

Von: Benjamin Krüger, dpa
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Auf die Zwölf: Microsofts neue „Kinect”-Technologie, die die Bewegungen der Spieler mit Kameras einfängt, erinnert zum Teil an Nintendos Wii-Konsole. Foto: Microsoft/dpa

Los Angeles. Bewegungssteuerung und Dreidimensionalität: Diese beiden großen Themen beherrschten die diesjährige Electronic Entertainment Expo (E3) Mitte Juni in Los Angeles. Doch die beste Technologie taugt nichts ohne gute Spiele.

Nintendo, Sony, Microsoft, Konami und andere Anbieter kündigten deshalb auch gleich die passenden Titel zur neuen Hardware an.

Im Mittelpunkt des Interesses stand Nintendo mit seinem 3DS, einer kleine Revolution in der Videospielwelt. Der Nachfolger des erfolgreichen DS wird die erste mobile Spielkonsole sein, die über einen 3D-Bildschirm verfügt. Bereits vor Bekanntgabe eines Starttermins wurde eine wahre Spieleflut für den kleinen Wunderkasten angekündigt.

Konami will den dritten Teil der Erfolgsserie „Metal Gear Solid” für die 3DS überarbeiten. Erste Videos des sogenannten Schleichspiels, bei dem die Spielfigur unentdeckt bleiben soll, versprechen bereits eine deutlich bessere Grafik als bei der ursprünglichen Veröffentlichung auf der Playstation 2. Konami denkt daneben mit einer 3D-Ausgabe „Pro Evolution Soccer” auch an die Fußballfans.

Die Rollenspielspezialisten von Square Enix kündigten an, den 3DS mit Ablegern von „Final Fantasy”, „Dragon Quest” und „Kingdom Hearts” zu unterstützen. Atlus schiebt mit „Shin Megami Tensei” einen weiteren Rollenspiel-Hochkaräter hinterher. Auch Capcom springt auf dem mobilen 3D-Zug auf und kündigte „Super Street Fighter IV 3D” und „Resident Evil: Revelations” an. Eindrücke zum letzteren Titel gibt es bereits in einem Trailer: Wieder herrschen gruselige Atmosphäre und Zombies vor, dieses Mal auf hoher See.

Nintendo selbst setzt ebenso auf Altbewährtes: „Mario Kart”, „Animal Crossing” und „Paper Mario” waren schon auf anderen Systemen Verkaufsschlager und sollen es auf dem 3DS wieder werden. Für eine echte Überraschung reisen die Japaner allerdings weit in die Vergangenheit zurück: „Kid Icarus” hüpfte zuletzt auf NES und Game Boy durch die Spielwelt. Auf dem 3DS kommt er wieder zum Einsatz und darf seine Flügel erstmals nutzen, um sich in die Lüfte zu schwingen.

Neben all dem Trubel um den 3DS gingen die Spieleankündigungen für Nintendos Wii ein wenig unter. Doch auch hier gibt es neues Futter, zum Beispiel „The Legend of Zelda: Skyward Sword”. Beim zweiten Wii-Ableger will Nintendo die Bewegungssteuerung noch weiter verbessern. Held Link darf sich unter anderem über neue Waffen freuen, darunter eine Peitsche. Erscheinen wird das neue „Zelda” voraussichtlich erst im Jahr 2011.

Auch Sony setzt für die PS3 auf Bewegungssteuerung und nennt sie „Move”. Für das stark an Nintendos „Wiimote” erinnernde Eingabegerät haben die Japaner auf der Messe natürlich auch einige neue Spiele angekündigt: „Sorcery” zum Beispiel ist eine Mischung aus „Zelda” und „Harry Potter”.

In dem Spiel bekämpft ein junger Zauberer zahlreiche Monster. Der Clou dabei: Der Spieler muss den „Move”-Controller wie einen Zauberstab schwenken, bestimmte Bewegungen lösen verschiedene Zaubersprüche aus. Will der Spieler einen Heiltrank zu sich nehmen, muss er den Controller natürlich auch zum Mund führen. „Sorcery” soll im Frühjahr 2011 erscheinen.

Sony greift aber auch das Thema 3D-Spiel auf. So wartet der dritte Teil der Shooter-Reihe „Killzone” nicht nur mit ausgefeilter Grafik, sondern nun auch mit räumlicher Darstellung auf. Den feindlichen „Helghast” geht es dieses Mal in eisiger Umgebung und mittels Racketenrucksack als Fluggerät auch in der Luft an den Kragen. Etwas familienfreundlicher geht es bei „Little Big Planet 2” zu. Das Jump n Run bietet dank ausgefeiltem Level-Editor deutlich mehr als nur Hüpfen und Springen und kommt Ende des Jahres auf den Markt.

Auch Microsoft hat die Bewegungssteuerung entdeckt. Die „Kinect”-Hardware für die Xbox 360 kommt aber im Gegensatz zu den Konzepten der Konkurrenz ganz ohne Controller aus. Kameras registrieren die Bewegungen des Spielers und integrieren sie ins Spielgeschehen. Zum angekündigten Start der Technologie Anfang November schickt Microsoft eine ganze Reihe von Spielen ins Rennen, die zum Teil an Wii-Titel aus dem Hause Nintendo erinnern. Auch Fitness-, Tanz- und Party-Spiele hat Microsoft im Angebot.
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