Hamburg - Aufbauen, umhauen, Bälle treten: PC-Spiele-Neuheiten im Oktober

Aufbauen, umhauen, Bälle treten: PC-Spiele-Neuheiten im Oktober

Von: dpa
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Nach Feinschliff zur Veröffentlichung freigegeben: Im Oktober kommen neue Versionen von „Fußball Manager” - hier im Bild -, „FIFA” und „Pro Evolution Soccer” auf den Markt. Foto: dpa

Hamburg. Die Ideen hinter PC-Spielen sind meist simpel: Mal geht es darum, aus dem Nichts etwas aufzubauen, mal ums Umhauen von Monstern, mal um sportliche Erfolge.

Erstaunlicherweise lassen sich daraus immer wieder neue Titel mit oft wirklich neuen Inhalten machen - wie aktuelle Neuheiten beweisen.

So soll „Cities XL” den Städtebau am Bildschirm auf eine neue Ebene bringen. „Risen” vereint als inoffizieller „Gothic”-Nachfolger die Monsterklopperei mit einer neuen Hintergrundgeschichte, während „Alpha Protocol” eine ähnliche Basis als Spionagegeschichte umsetzt. Und „FIFA 10”, „Fußball Manager 10” und „Pro Evolution Soccer 2010” bringen das Fußballspiel und -management in aufpolierten Versionen auf die Festplatte.

„Sim City” - daran denkt wohl jeder Aufbauspieler, wenn es um das Simulieren einer Stadt am PC geht. Erfinder Maxis hat bei der dieser Reihe zuletzt allerdings nicht viel Neues hervorgebracht. Das soll sich jetzt mit „Cities XL” vom Entwicklerstudio Monte Christo ändern. Im Mittelpunkt stehen neben dem Einzelspiel die Online-Optionen: Zogen „Sim City”-Bürgermeister ihre Megastädte bisher in der Regel alleine hoch, können sie sie nun ins Internet stellen. Dort gilt es, sich einen Bauplatz für die eigene auf dem simulierten Erdenrund zu sichern.

Der Clou: Soll das selbstgeschaffene Gemeinwesen voll erblühen, muss der Spieler mit anderen Städebauern zusammenarbeiten beziehungsweise Handel treiben. Städte an unterschiedlichen Orten haben unterschiedliche Vorzüge und Ressourcen, was sich etwa bei der Energieversorgung auswirkt. Zudem kann sich der Spieler eine Figur erstellen, mit der er durch seine und andere Städte wandelt. „Cities XL” soll am 8. Oktober erscheinen und knapp 40 Euro kosten.

Für Anhänger von Rollenspielen dürfte der 2. Oktober einer der wichtigsten Termine dieses Jahres sein. Denn dann erscheint „Risen” vom Entwicklerstudio Piranha Bytes, das zuvor für die in Deutschland legendäre „Gothic”-Reihe verantwortlich war. Der neue Titel trägt nach Auseinandersetzungen mit dem bisherigen Publisher zwar nicht mehr das „Gothic” im Titel, soll aber trotzdem an die Tradition der Vorgänger anknüpfen.

Im Mittelpunkt von „Risen” steht - wieder einmal - ein namenloser Held. Er erwacht als Schiffbrüchiger am Strand einer Insel, muss sich auf dem Eiland durch Monster metzeln und sich bei den verschiedenen Franktionen von Bewohnern beliebt machen. Ob dabei das immer wieder erwähnte „Gothic-Feeling” aufkommt, auf das die Mehrzahl der Fans hoffen dürfte, muss sich zeigen. Dem Anbieter Deep Silver zufolge wird „Risen” rund 50 Euro kosten.

Auch Sega will Ende Oktober ein Rollenspiel herausbringen. „Alpha Protocol” wird nicht wie so viele Titel des Genres in einer mittelalterlichen Welt spielen, sondern eine Spionagegeschichte in der Gegenwart erzählen. Für den Handlungsverlauf ist es entscheidend, wie der Held namens Thorton in den einzelnen Situationen reagiert. Für das Spiel spricht die Tatsache, dass es vom Entwickler Obsidian Entertainment stammt. Das Studio hat mit Titeln wie „Star Wars: Knights of the Old Republic II” und „Neverwinter Nights 2” sein Können unter Beweis gestellt.

Und dann ist da noch König Fußball: Anhänger von Spielen rund ums Kicken wissen, dass sie im Oktober Neues zu erwarten haben. Wobei der Begriff „neu” in diesem Zusammenhang relativ ist: Titel wie „FIFA 10” von Electronic Arts oder das Konkurrenzprodukt „Pro Evolution Soccer 2010” von Konami erhalten Jahr für Jahr lediglich einen gewissen Feinschliff. Das Fußballspielen am Bildschirm lässt sich nunmal nicht immer wieder von Grund auf neu erfinden. Ähnlich sieht es beim ebenfalls von Electronic Arts angebotenen „Fußballmanager 2010” aus.

Doch die Fans scheinen auch auf die kleinen Verbesserungen Wert zu legen. Anders lässt sich nicht erklären, dass die Fußball-Titel jedes Jahr aufs Neue im Herbst die Verkaufscharts dominieren. Angesichts der Tatsache, dass die Updates üblicherweise um die 50 Euro kosten und damit nicht gerade billig sind, wird sich mancher Käufer dann aber doch mit ein wenig „Umhauen” in anderen Spielen abreagieren müssen.

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