10 clevere iPad-Apps

Von: Moritz Jäger
Letzte Aktualisierung:
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Aachen. Wer das iPad nicht nur zum Surfen und spielen nutzen will, der findet im App Store zahlreiche Apps, mit denen es sich produktiv arbeiten lässt. Wir zeigen Ihnen, was sie sich unbedingt ansehen sollten.

Längst ist bekannt, dass das iPad mehr als nur eine Spielerei ist. Vor allem, wer pendelt oder ansonsten viel unterwegs ist, kann mit dem passenden Applikationen seine Produktivität enorm steigern - schließlich ist das Gerät edler und leichter als die meisten Notebooks. Wir stellen Ihnen zehn Apps vor, mit denen Sie deutlich produktiver arbeiten können, als mit den integrierten Anwendungen.

Alle diese Applikationen sind nicht nur mit dem iPad der ersten Generation kompatibel, sondern arbeiten auch mit dem neuen iPad 2. Zu jeder App liefern wir zudem den passenden iTunes-Link, damit Sie nicht unnötig lange suchen müssen.

Wunderlist HD ist eine App zur Aufgabenverwaltung, die aber mit besonderen Features punkten kann. Dank der Anbindung an die Cloud kann das Programm erstellte Aufgaben nicht nur zwischen verschiedenen Systemen abgleichen (neben iOS werden auch Android, Mac und PC unterstützt), die Aufgaben können sogar an andere Nutzer delegiert und von diesen erledigt werden. Diese müssen nur über einen eigenen Account bei dem Cloud-Dienst verfügen.

Ansonsten kann die App mit einem durchdachten Design punkten. Besonders praktisch ist, dass sich verschiedene Listen mit unterschiedlichen Aufgaben erstellen lassen. Die App erinnert zudem auf Wunsch an spezielle Einträge oder schickt Erinnerungen per E-Mail oder Push Notification. Wichtige Aufgaben lassen sich zudem mit einem Stern hervorheben.

Die Anwendung ist kostenlos.

Der klassische Terminplaner war eindeutig die Vorlage für die App itempus. In der Queransicht werden Tage, Monate und Wochen angezeigt, über die Leiste am rechten Rand kann man navigieren. Nicht nur kann man neue Termine anlegen, die App eignet sich auch zur Verwaltung von Aufgaben und kann auf die auf dem Gerät gespeicherten Kontakte zugreifen.

Die eingetragenen Termine sind dabei nicht an das Tablet gefesselt: itempus unterstützt neben dem Kalender von Apple auch den Abgleich mit Yahoo und Google. Im Juni soll zudem die Unterstützung für Exchange folgen.

Die App an sich kostet nichts, der Dienst selbst ist als Freemium geplant: In der kostenlosen Basisversion kann man die grundlegenden Funktionen nutzen. Ab dem ersten Juni 2011 soll es ein Professional-Abo geben, das zusätzliche Funktionen, etwa die Auswahl von Messeterminen für den Kalender erlaubt. Weitere Informationen dazu finden sich auf der Homepage von itempus.

Die Macher der App iA Writer haben sich ein klares Ziel gesetzt: Die Nutzer sollen ohne Ablenkungen Texte schreiben können. In der Praxis klappt das erstaunlich gut: Die komplette Anzeigefläche des iPads wird auf Wunsch mit einer weißen Fläche überzogen, darauf können die Texte dann geschrieben werden. Dabei soll unter anderem eine spezielle Schriftart helfen, die von den Machern von iA Writer speziell entwickelt wurde.

iA Writer hat aber noch einen Vorteil gegenüber anderen Textverarbeitungen: Das Keyboard des iPad wurde um verschiedene praktische Funktionen erweitert. So kann man mit einer Schaltfläche etwa den Cursor von einem Wort zum anderen bewegen, es gibt eine separate Schaltfläche für das Setzen von Klammern und auch auf Sonderzeichen wie Bindestrich, Semikolon, Doppelpunkt und Anführungszeichen hat man direkten Zugriff. Ein Timer zeigt zudem an, wie lange es ungefähr dauert, den geschriebenen Text zu lesen.

Die geschrieben Texte lassen sich auf dem iPad speichern, per Mail verschicken oder können in einem Dropbox-Account hinterlegt werden - das klappt auch, wenn Dropbox nicht auf dem iPad installiert ist. Die Applikation kostet 79 Cent, wer regelmäßig Texte auf dem iPad schreibt, wird sie aber bald nicht mehr missen wollen.

Die App Textastic bringt einen leistungsstarken Text-Editor auf das iPad. Anders als beispielsweise iA Writer will die App nicht durch Einfachheit, sondern durch Features punkten. Dazu gehört beispielsweise eine Syntax-Hervorhebung, 80 Programmiersprachen wie HTML, XML, C++, Python, SQL oder JavaScript werden unterstützt.

Auch bei den Quellen zeigt sich Textastic vielseitig: Per WLAN kann die App auf Dateien auf FPT-Server (auch FTPS- und SFTP- Verbindungen sind möglich), WebDAV-Freigaben oder DropBox-Konten zugreifen. Um die Arbeit zu vereinfachen werden neben dem virtuellen Keyboard auch das Tastatur-Dock sowie Bluetooth-Tastaturen unterstützt.

Richtet sich iA Writer eher an die kreativen Schreiber, so macht Textastic das iPad zu einem sinnvollen Tool für Entwickler, die ihren Code auch unterwegs schnell überprüfen und bearbeiten wollen. Die App kostet 7,99 Euro.

Mindmapping und das Erstellen von Mindmaps gehört für viele zur täglichen Arbeitsaufgabe. Dank seinem großen Touchscreen ist das iPad wie geschaffen für diese Tätigkeit - zumindest wenn man die App iThoughtsHD installiert hat.

Diese kann nicht nur eigene Mindmaps erstellen, sie kommt auch mit den Dateien von bekannten Programmen wie Freemind, MindManager oder Mindview zurecht. Fertig erstellte Grafiken lassen sich direkt als PDF oder PNG speichern und können beispielsweise in einem DropBox-Account gespeichert werden. Die App erstellt zudem alle zehn Minuten automatisch einen Snapshot der die Informationen sichert.

Die Applikation kostet 7,99 Euro.

Waren Sie nicht auch schon einem neidisch, wenn die IT von Film- und Serienhelden scheinbar mühelos Informationen von einem Gerät auf ein anderes zaubert? Mit Ansible lässt sich diese Funktion zumindest zwischen Computer und iPad nutzen. Nach der Installation der App muss man einen neuen Account anlegen, anschließend erhält man den Link zu einem sogenannten Bookmarklet zugeschickt. Dieses heftet man in seinem Browser in die Lesezeichenleiste.

Will man künftig eine Webseite auch auf dem iPad ansehen, reicht ein Klick auf das Bookmarklet. So lange man bei dem Dienst angemeldet ist, taucht die jeweils aktive Seite direkt in der App auf. Zudem kann man Informationen auch vom iPad an andere, mit dem Ansible-Account verknüpfte, Geräte senden.

Aktuell ist die App noch kostenlos, dies soll sich aber bald ändern, so die Entwickler. Auch soll das die App künftig andere Informationen als Webseiten übertragen können.

Evernote ist der Klassiker unter den Notizzettelapplikationen. Hinterlegte Notizen werden, sobald eine Internetverbindung besteht, mit einem Online-Account abgeglichen. Auf diesen können wiederum andere Evernote-Clients (diese gibt es für zahlreiche mobile Betriebssysteme, dazu für Mac und Windows) zugreifen und die Notizen abgleichen.

Die Notizen können Text enthalten oder direkt diktiert werden. Sogar Nutzer des neuen iPad 2 können von Evernote profitieren. In der neuesten Version kann die App auf die beiden Kameras des iPad 2 zugreifen und Bilder aufnehmen. Wer wirklich effektiv Notizen sammeln will, der kommt um Evernote kaum herum. Die Anwendung ist nicht nur kostenlos, sondern besticht auch durch ein intuitives Design.

Mit 23,99 Euro ist LogMeIn Ignition die teuerste App in unserer Liste - sie hat es aber auch in sich. Die Applikation bietet einen sicheren Remote-Zugriff auf Macs und PCs. Man muss lediglich ein Konto erstellen und eine kleine Software auf den jeweiligen Rechnern installieren, schon kann man weltweit auf die Geräte zugreifen - eine aktive Internetverbindung vorausgesetzt.

Neben den Fernsteuerungsfunktionen kann die Applikation auch Dateien auf den Rechnern anzeigen, umbenennen, löschen oder auf das Tablet übertragen. Besonders clever ist auch die Wake on LAN-Funktion, die kompatible PCs und Macs über das Netzwerk einschalten kann.

Der größte Vorteil der Applikation ist allerdings ihre Einfachheit. Die verfügbaren Computer werden direkt nach dem Login in der Anwendung angezeigt - ein Klick und LogMeIn Ignition verbindet sich mit dem jeweiligen System.

Haben Sie sich schon einmal gefragt, was etwa „25 Prozent Akkuladung” in der Praxis bedeuten? Die BatterySense App von Phillips will hier Licht ins Dunkel bringen. Anstatt dem Nutzer nur eine simple Prozentzahl anzuzeigen, geht die App einen Schritt weiter und versucht wirklich relevante Daten dazu zu liefern.

So kann man beispielsweise anzeigen lassen, wie lange das iPad mit der aktuellen Ladung noch Filme zeigen kann, wie lange der Zugriff aufs Web noch möglich ist oder wann Schluss ist mit Musikhören. Die Schaltfläche Charge Time gibt an, wie lange es dauert, bis der Akku des Gerätes vom aktuellen Zustand aus wieder vollgeladen ist.

Zudem gibt die Applikation Tipps, wie man die Akkulaufzeit verlängern kann. Dazu gehören beispielsweise das Dimmen des Bildschirms oder Abschalten der Fetch-Funktionen. Die App kann kostenlos aus iTunes heruntergeladen werden.

Der mitgelieferte Safari-Browser des iPads gelangt schnell an die Grenzen. So kann man beispielsweise nur neun Webseiten gleichzeitig offen halten - und eine echte Tab-Verwaltung fehlt auch. Eine schnelle und kostenlose Alternative ist der Terra Web Browser.

Dieser bietet alle Funktionen von Safari und noch einige mehr: So kann man beispielsweise über die Einstellungen in einen Incognito Modus wechseln. In diesem Modus vergisst der Browser alle geöffneten Tabs und alle Eingaben, sobald man die Applikation neu startet. Ebenfalls in diese Kerbe schlägt der Passkey Log: Nur nach Eingabe eines Passwortes startet die Applikation überhaupt.

Eine andere interessante Funktion: Zahlreiche Webseiten bieten mobile, für das iPad angeblich optimierte Kopien ihrer Seite an. Wer mit diesen Webseiten nicht zufrieden ist, kann mit Hilfe von Terra Browser auch auf die regulären Seiten zugreifen. Auf Wunsch wird der User-Agent-Header so geändert, dass sich der Browser als Mac OS X Safari 5, Internet Explorer 6 oder Firefox 3.6 ausgibt. Diese Funktion ist auch dann hilfreich, wenn beispielsweise Intranet-Seiten die Benutzung eines speziellen Browsers vorsehen.

Dieser Artikel basiert auf einem Beitrag der CW-Schwesterpublikation CIO.

Quelle: http://www.computerwoche.de/hardware/notebook-pc/2269548/
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