Zusätze für die Scheibenwaschanlage gegen Insektenleichen

Von: amv
Letzte Aktualisierung:
Scheibenwischer
Frostschutz enthält für die Scheibenwaschanlage keine Zusätze, die speziell Insektenleichen aufweichen und lösen. Dies ist die Aufgabe der Sommer-Mischungen, die der Autofahrer bis zum Winter einsetzen sollte. Foto: dpa

München. Der Sommer ist da und mit ihm Insekten, deren Leichen auf der Windschutzscheibe förmlich kleben. Darunter leidet die Sicht - mitunter schon nach wenigen Kilometern Fahrtstrecke. In solchen Fällen verschaffen oft auch die Scheibenwischer keinen Durchblick mehr.

„Deshalb gehört ein konzentrierter Zusatz mit Sommerreiniger in den Wasservorrat der Scheibenwaschanlage“, rät Philip Puls vom  TÜV Süd in München.

Im Winter gibt es so gut wie keine Insekten. Deshalb enthält Frostschutz für die Scheibenwaschanlage keine Zusätze, die speziell Insektenleichen aufweichen und lösen. Dies ist die Aufgabe der Sommer-Mischungen, die der Autofahrer bis zum Winter einsetzen sollte.

Zur Beseitigung von Insektenleichen auf der Windschutzscheibe während der Fahrt braucht es reichlich Wasser. Mindestens die ersten drei Wischbewegungen sollten mit Sprühstrahlen unterstützt werden. Allerdings: Wischblätter leiden stark unter dem Einsatz als Insektenentferner. Die Chitinpanzer von Fliegen und Co sind nämlich sehr hart - härter als Eis, das sorgfältige Autofahrer ja auch nicht per Scheibenwischereinsatz zu entfernen versuchen. Bei stark „kontaminierten“ Scheiben empfiehlt der TÜV Süd-Experte zur Schonung der Wischblätter die Reinigung von Hand mit einem Fliegenschwamm. Tipp: Bei abgeklappten Wischerarmen die Waschanlage betätigen (außer die Spritzdüsen sitzen in den Wischerarmen). Das schafft Wasser mit Reiniger auf die Scheibe.

Besonders Wischblätter des niedrigen Preissegments werden von ihren Herstellern gern wegen des Naturgummis gepriesen. Dabei ist synthetischer Kautschuk nach den Erfahrungen von Fachleuten für die Scheibenreinigung deutlich besser geeignet. Das Optimum stellten Zweistoff-Mischungen dar, bei denen ein Teil des Wischgummis aus Synthetik bestehe und ein anderer aus Naturgummi. Weniger empfehlenswert seien No-Name-Wischer. Die Profis von TÜV Süd raten zu Produkten renommierter Marken.

Moderne Autos verfügen ab Werk oft über gelenklose Wischer, so genannte Flatblades. Sie wischen vor allem bei höheren Geschwindigkeiten sauberer, sind darüber hinaus auch robuster als die herkömmlichen Modelle. Die neue Technik lässt sich für viele Autos nachrüsten. Flatblades sind allerdings deutlich teurer. Einen Teil des Mehrpreises spart der Autofahrer allerdings wegen der längeren Haltbarkeit - nach den Erfahrungen von TÜV Süd bis zu zwei Jahre - wieder ein.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert