München - Zum Spielen auf den Rasen: Kinder auf Raststätten beaufsichtigen

Zum Spielen auf den Rasen: Kinder auf Raststätten beaufsichtigen

Von: dpa
Letzte Aktualisierung:

München. Rastanlagen entlang von Reiserouten bieten laut einem ADAC-Test zu wenig für Familien - Eltern müssen daher improvisieren, wenn es weder Spielplatz noch Spielecke gibt.

„Dann können Eltern mit ihren Kindern auf den Rasenflächen Fangen spielen”, sagte ADAC-Sprecherin Andrea Piechotta dem dpa-Themendienst. Oder sie lassen die Kleinen bei Dehnübungen und Gymnastik mitmachen.

Um keine Langeweile aufkommen zu lassen, könnten auch Spielsachen aus dem Auto mitgenommen werden. Spannend für Kinder sei zudem, sie unter Aufsicht die Rastanlage entdecken zu lassen. „An Abwechslung mangelt es dort ja selten”, sagte Piechotta.

Eltern mahnte die ADAC-Sprecherin aber zur Vorsicht: „Oft gibt es auf den Rastanlagen keine Bürgersteige und Zebra- oder Laufstreifen. Nach dem Aussteigen nehmen Eltern ihre Kinder am besten gleich an die Hand”, riet sie.

Denn wenn die Kleinen unbeaufsichtigt herumtoben, kann schnell ein Unfall passieren. Das größte Unfallrisiko entstehe, wenn ausparkende Autofahrer Kinder übersähen. Wachsamkeit gelte aber auch auf Spielplätzen, soweit vorhanden. „Oft sind die Bereiche nicht richtig abgegrenzt”, fügte die ADAC-Sprecherin hinzu.

Viele Autobahn-Raststätten in Europa bieten nach dem ADAC zufolge zu wenig für Familien. Der Autoclub hatte 65 Betriebe entlang wichtiger Reiserouten in 13 Ländern unter die Lupe genommen, darunter 6 Raststätten und 6 Autohöfe in Deutschland. Fast zwei Drittel der Anlagen mussten ein „Mangelhaft” oder „Sehr Mangelhaft” in punkto Familienfreundlichkeit einstecken. Nur bei etwa der Hälfte der Anlagen gab es demnach Kinderspielplätze oder Spielecken im Haus.

Wollen Eltern bereits bei der Reiseplanung familienfreundliche Rastanlagen berücksichtigen, hilft die Webseite www.rast.de weiter. Dort können sie sich unter dem Stichwort „Services für Familien” deutschlandweit Rastanlagen mit Kinderspielplätzen, Picknicktischen oder Wickeltischen entlang ihrer Route anzeigen lassen. „Für das europäische Ausland gibt es ein derart gebündeltes Web-Angebot aber leider nicht”, schränkte Piechotta.

Die Homepage wurde aktualisiert