München - Winterurlaubsgepäck sicher verstauen

Winterurlaubsgepäck sicher verstauen

Von: amv
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Auf dem Weg in den Skiurlaub sollte das Gepäck bedacht und geplant verstaut werden. Alles andere kann schnell gefährlich werden. Foto: dpa

München. Die meisten Wintersportfreunde fahren mit ihrem Auto in den Skiurlaub. Sie sollten vor dem Start einen kritischen Blick auf und in ihr Fahrzeug werfen, ob Gepäck samt Kleinkram sicher verstaut ist.

Erfahrungsgemäß wird für den Trip in winterlichen Gefilde viel Fracht ins Auto gehievt und dies mitunter reichlich unüberlegt. "Da liegen dann schwere Skistiefel oben auf den Koffern und beim ersten heftigen Bremsen fliegen die quer durch das Auto", wundert sich Vincenzo Luca von TÜV Süd in München immer wieder über packerische Unachtsamkeit oder schlichten Leichtsinn.

Ski bohren sich in Rückenlehnen, Insassen werden schwer verletzt. Denn ein ungesicherter Koffer, der etwa 20 Kilogramm wiegt, trifft bei einem Crash mit Tempo 50 mit einer Wucht von bis zu einer Tonne auf=93, so skizziert ADAC-Sprecherin Andrea Piechotta ein wahres Schreckensszenarium. Der Autoclub empfiehlt daher, das Gepäck mit Spanngurten an Zurrösen zu befestigen, selbst den Skihelm. Die Gurte sollten vor der Beladung eingefädelt werden, damit sie eventuell über einer Decke kreuzweise gespannt werden können. Die losen Skistiefel am besten in den beiden Fußräumen hinter Fahrer und Beifahrer verstauen. Die Rücksitze sollten nicht umgeklappt werden. Sie können als schützende Trennwand dienen. Ungesicherte Ladung kann mit einem Bußgeld geahndet werden. Außerdem drohen bei einem Unfall Probleme mit der Versicherung, warnen die Fachleute.

Sperrige Fracht wie Skier oder Snowboards am besten in einer Dachbox unterbringen, wenn im Fahrzeug kein Platz ist, empfiehlt Hans-Ulrich Sander, Kraftfahrtfachmann beim TÜV Rheinland. Das Gepäck sollte dabei mit Spanngurten gesichert werden, um zu verhindern, dass es bei extremen Verkehrssituationen aus der Box herausschieße. Ein aufgerollter Schlafsack oder eine Decke in der Spitze verringere zudem das Risiko von Beschädigungen durch Verrutschen von empfindlichem Frachtgut bei Bremsmanövern.

Nach etwa 50 Kilometern Fahrt nochmals die Befestigung der Box am Fahrzeug checken und gegebenenfalls nachziehen, legt der Fachmann Autofahrern zudem ans Herz. Einige Fahrzeuge haben Durchladeöffnungen zum Kofferraum. So finden lange Ski auch in kleineren Autos ihren Platz. Fachleute des TÜV Nord empfehlen in diesem Fall Ski-Säcke zu verwenden, die die Bretter in der Durchlade fixieren. Allgemein gilt als Ladetaktik: Schwere Gegenstände so tief wie möglich im Fahrzeug platzieren. So bleibt der gewohnte Schwerpunkt des Fahrzeugs weitgehend erhalten und man vermeidet, dass die Fuhre instabil wird. Bei schwerer Beladung ändert sich grundsätzlich das Fahrtverhalten eines Autos. Beim Bremsen, Beschleunigen und in Kurven reagiert es dann ungewöhnlich. Bremsproben etwa auf einem Parkplatz helfen erfahrungsgemäß, sich unter anderem an den längeren Bremsweg zu gewöhnen und auf das veränderte Fahrverhalten bei höheren Geschwindigkeiten muss man sich ebenfalls erst einstellen. Dem höheren Gewicht sollte zudem der Luftdruck der Reifen angepasst werden. Die korrekten Werte dazu finden sich bei den meisten Pkw im Tankdeckel, auf dem Holm der Fahrertür, auf jeden Fall in der Bedienungsanleitung oder sie können über Reifenhändler erfragt werden.

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