Wieder Geld für Dieselpartikelfilter

Von: nom
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Rußpartikelfilter
Rußpartikelfilter sind wichtig für die Umwelt. Daher subventioniert der Staat in diesem Jahr alle Erneuerungen an alten Diesel-Fahrzeugen. Symbolbild: dpa

Bonn. Älterer Dieselfahrzeuge ohne Rußpartikelfilter können in diesem Jahr mit einem staatlichen Zuschuss in Höhe von 260 Euro pro Fahrzeug nachgerüstet werden. Subventioniert werden Modifizierungen, die in der Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember eingebaut werden. Modalitäten zur Nachrüstung hat das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) auf seiner Website zusammengefasst (www.bafa.de).

Eine ähnliche Förderung war Ende 2013 ausgelaufen. „Für den verbesserten Umweltschutz muss der Autobesitzer nach Branchenangaben etwa 650 bis 1.500 Euro investieren“, rechnet Rainer Hillgärtner vom Auto Club Europa (ACE) vor: „Dabei sollte man allerdings im Auge haben, dass sich der Wiederverkaufswert des Fahrzeugs auch erhöht und eine ‚Strafsteuer‘ vermieden wird.“ Ab 1. Februar können die Anträge beim BAFA via Internet gestellt werden.

Die Nachrüstung ist insbesondere für Eigentümer von Fahrzeugen ohne werkseitig integrierten Rußfilter interessant. In immer mehr Kommunen werden die Umweltzonen ausgedehnt, in denen das Befahren ohne grüne Umweltplakette verboten ist. Laut dem Zentralverband Deutsches Kfz-Gewerbe (ZDK) stehen insgesamt 30 Millionen Euro zur Verfügung, damit seien zirka 115 000 Nachrüstungen möglich.

Ein Partikelfilter kann in allen Werkstätten nachträglich eingebaut werden, die berechtigt sind, Abgasuntersuchungen (AU) durchzuführen. Die Werkstätten bestätigen die Umrüstung mit einer Abnahmebescheinigung.

Gefördert werden Diesel-Pkw, die bis einschließlich 31. Dezember 2006 erstmals zugelassen wurden, wenn sie im Zeitraum vom 1. Januar 2015 bis 31. Dezember 2015 nachträglich mit einem Partikelfilter ausgerüstet werden. Maßgeblich ist der Tag, an dem nach Feststellung der Zulassungsbehörden das Fahrzeug nachgerüstet wurde (Eintrag in die Fahrzeugpapiere). Nachrüstungen, die vor dem 1. Januar 2015 durchgeführt wurden, sind von der Förderung nach dieser Richtlinie ausgeschlossen.

Als Pkw im Sinne der Förderrichtlinie gelten auch Wohnmobile mit einem zulässigen Gesamtgewicht bis zu 3,5 Tonnen (t). Leichte Nutzfahrzeuge bis zu einem zulässigen Gesamtgewicht bis zu 3,5 t werden ebenfalls gefördert, wenn diese bis einschließlich 16. Dezember 2009 erstmals zugelassen wurden.

Nachgerüstete Partikelfilter müssen einer der Partikelminderungsstufen PM01 bis PM4 nach Anlage XXVI zu Paragraf 47 Abs. 3a StVZO bzw. einer der Partikelminderungsklassen PMK01 bis PMK4 nach Anlage XXVII zu § 48 Abs. 2 StVZO entsprechen.



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