Wechseln mit Bedacht: Reservereifen oder Pannensets

Von: amv
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Reifenpanne Reifen
Eine Reifenpanne kann jederzeit passieren. Foto: dpa

München . Die Situation gehört eindeutig zu den unangenehmeren im automobilen Leben. Ob Materialverschleiß oder eine Fahrt über eine Schraube, eine Reifenpanne erwischt einen wohl immer kalt. Früher befand sich im Kofferraum ein Ersatzrad.

Doch aus Kostengründen, aber auch um Gewicht - mithin Treibstoff - zu sparen, verzichten immer mehr Autohersteller auf dieses Zubehör, bieten stattdessen Reparatursets oder Notlaufräder. „Diese Pneus jedoch dürfen nicht beliebig lange genutzt werden und deshalb muss man möglichst rasch eine Werkstatt finden, die den passenden Reifen vorrätig und auch einen Termin frei hat“, schildert Vincenzo Luca von TÜV Süd in München seine Beobachtungen. Doch auch bei Pannen-Kits gebe es einiges zu beachten, weiß Luca. Pannenhilfsmittel und Sprays sind nur ein zeitlich begrenzter Notbehelf zur kurzfristigen Wiederherstellung der Mobilität, schildert Dekra-Fachmann Christian Koch in der ARD-Ratgebersendung auto-reise-verkehr die Grenzen dieser Helfer. Ein Pannenspray sei keine Reifenreparatur.

Nach einer professionellen Reparatur könne man den geflickten Reifen nämlich wieder ganz normal fahren. Einen mit Spray behandelten Reifen könne man - wenn man es bis zur Werkstatt geschafft habe - nur noch wegwerfen. Fürs Weiterkommen auf Noträdern wiederum gelten laut TÜV-Mann Luca modellspezifische Vorgaben. So dürfe in den meisten Fällen nicht schneller als 80 Stundenkilometer gefahren werden. Außerdem seien die schmalen Räder nur für den behelfsmäßigen Gebrauch, also vorwiegend für die Fahrt in die nächstgelegene Werkstatt geeignet. Die genauen Angaben variieren von Hersteller zu Hersteller. Die typspezifischen Regeln finden sich in der Bedienungsanleitung des Wagens.

Doch selbst beim klassischen fünften Rad am Wagen sollte der Autofahrer einiges berücksichtigen, mahnt der Fachmann, vor allem in Sachen Alter: „Ersatzreifen sind im Auto großen Temperaturschwankungen ausgesetzt und altern deswegen mindestens genau so schnell wie ein gefahrener Reifen“, weiß Luca und empfiehlt, vor jeder längeren Fahrt - etwa in den Urlaub - den Luftdruck auf allen fünf Rädern zu kontrollieren. „Das Komplettrad im Kofferraum taugt nur dann uneingeschränkt zur Weiterfahrt, wenn dessen Luftdruck stimmt“, gibt Luca zu bedenken.

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