Warndreieck: Die Distanz ist wichtig

Von: nom
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Warndreieck richtig aufstellen
Wer nach einem Unfall oder einer Panne das Warndreieck aufstellt, sollte den Abstand zur Unfallstelle beachten. Foto: Franziska Gabbert/dpa-tmn

München. Ein Warndreieck muss in jedem Auto vorhanden sein. Wie man allerdings damit im Ernstfall umgeht, ist vielen nicht mehr bewusst, schildert Eberhard Lang von TÜV Süd in München seine Erfahrungen: Die Führerscheinprüfung liegt eben schon etliche Jahre zurück.

Wird ein liegengebliebenes Fahrzeug nicht richtig abgesichert, droht ein Bußgeld von 30 Euro. Eine weitere Konsequenz: Wer nicht angemessen vor Gefahrensituationen warnt, kann für daraus entstehenden Schaden finanziell von der Versicherung mithaftbar gemacht werden, erinnert der TÜV Süd-Fachmann. Grundsätzlich sollte man im Fall des Falles das Warndreieck abseits der Gefahrenzone, etwa im Schutz einer Leitplanke entfalten, empfiehlt Lang als ersten Schritt. Und: Wenn man sich mit der Handhabung in einer ruhigen Minute zuvor schon mal vertraut gemacht hat, kommt auch keine Hektik auf.

Bevor man das Warndreieck platziert, empfiehlt es sich, dessen Hülle auf dem Fahrersitz zu deponieren. So wird es bei der späteren Weiterfahrt nicht vergessen. Zum Aufstellen muss man dem Straßenverkehr entgegengehen und dabei sollte man das Warndreieck gut sichtbar vor sich hertragen und die Warnweste anlegen. Wichtig ist ein ausreichend großer Abstand zwischen Notfallstelle und Warndreieck, damit der Verkehr frühzeitig gewarnt wird.

Innerorts empfiehlt sich eine Distanz von 50 Metern, auf Landstraßen sind 100 Meter, auf Autobahnen gut 200 bis 400 Meter das richtige Maß, erklärt der TÜV Süd-Fachmann. Dabei kann man sich an den Leitpfosten orientieren, zwischen denen auf Autobahnen immer ein Abstand von 50 Metern liegt. Vor Kurven oder Kuppen etwa wird der Warnhinweis am rechten Fahrbahnrand oder dem Seitenstreifen so positioniert, dass man ihn vor dem eingeschränkten Sichtbereich schon erkennen kann. Ist das Warndreieck zu nah an der Gefahrenstelle aufgestellt, werden andere Autofahrer zu spät darauf aufmerksam gemacht, und es kann zu panischen Ausweichmanövern kommen, gibt Lang zu bedenken.

Befindet sich das Dreieck zu weit weg vom Unfall- oder Pannenort, verliert der herannahende Verkehr womöglich die erhöhte Aufmerksamkeit und wird von dem Hindernis überrascht. Das Warndreieck ist gemäß Paragraf (§) 53a der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO) verpflichtend in jedem Pkw mitzuführen. Ein Verstoß gegen diese Vorschrift kann mit einem Bußgeld in Höhe von 15 Euro geahndet werden. Bei der gesetzlichen Hauptuntersuchung (HU) wird ein Fehlen im Prüfbericht als Mangel notiert. 

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