VW Passat: Der Traum eines Handlungsreisenden

Von: amv
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Auf der Straße zeigt sich der Passat (werksintern B8 genannt) bei ersten Fahreindrücken als ruhiger Gleiter.
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„Kein anderes VW-Modell besitzt eine derart breit gefächerte Zielgruppe“, sagt VW-Technikvorstand Heni-Jakob Neußer.

Wolfsburg. VW-Verkäufer müssen einstweilen wohl ihre Zunge zähmen und verbal Abstand halten. „Nein“, sagt Heinz-Jakob Neußer, VW-Vorstand für die technische Entwicklung, „der neue Passat ist nicht die Oberklasse von VW“. Der Bestseller des Konzerns sei „Businessklasse“.

Dabei lässt Neußer keinen Zweifel daran, dass man sich mit der nunmehr achten Passat-Generation auf Augenhöhe zur süddeutschen Konkurrenz wähnt - allerdings auch zur konzerninternen. Kurzum, so Neußer, das neue Modell sei „der beste Passat aller Zeiten“.

Der kommt deutlich ansehnlicher daher als sein Vorgänger. Kurze Überhänge kombiniert mit einem langen Radstand, eine geschärfte Silhouette mit deutlicher Betonung der Waagerechten lassen den Wagen elegant erscheinen. Innen gibt es reichlich Platz. Eine gekonnte Verarbeitung sowie ein gelungener Materialmix rücken den Passat auch hier in Richtung Premium.

Der schier riesige Kofferraum sowohl bei der Limousine wie beim Kombi lässt kaum Platzwünsche offen. Neben den klassenüblichen Assistenz- und Infotainmentsystemen zählt Neußer „drei Weltneuheiten“ auf: den Fahrzeugstopp im Notfall (Emergency Assist), assistiertes Rangieren mit Anhänger (Trailer Assist) sowie einen Stauassistenten.

Das Notfallprogramm etwa hält bei plötzlicher Bewusstlosigkeit des Fahrers die Spur, verhindert einen Auffahrunfall und stoppt schließlich das Fahrzeug. Alles in allem, bilanziert Neußer, „hat Volkswagen mit dem neuen Passat eine Limousine und einen Variant auf die Räder gestellt, der eine Brücke in die nächst höhere Klasse schlägt“.

Den automobilen Brückenschlag gibt es in drei Ausstattungsversionen sowie zehn TSI- oder TDI-Motor-Varianten, allesamt neu, laut VW um bis zu 20 Prozent sparsamer und mit Start-Stopp-System samt Rekuperationsmodus ausgestatten. Das Leistungsspektrum beginnt zur Markteinführung bei 150 PS. Der stärkste Diesel leistet 240 PS. Im kommenden Jahr wird es einen Passat GTE mit Plug-In-Hybridantrieb (Systemleistung 218 PS) geben. Die Technik soll bis zu 50 Kilometer elektrisches Fortkommen ermöglichen.

Auf der Straße zeigt sich der Passat (werksintern B8 genannt) bei ersten Fahreindrücken als ruhiger Gleiter. Die Federung verrichtet ihre Aufgabe komfortabel und geschliffen. Selbst üble Unebenheiten dringen kaum ins Innere vor. Mit dem adaptiven Fahrwerk (DCC/Aufpreis 1180 Euro) kann man die Karosserie des Wagens zehn Millimeter tiefer legen und sportlicher trimmen. Wirklich gravierend sind die unterschiedlichen Fahrmodi nicht.

„Kein anderes VW-Modell besitzt eine derart breit gefächerte Zielgruppe“, weiß Technikvorstand Neußer. Familien, die einen großen Kombi suchen, wollen bedient werden, Handlungsreisende sowie andere Vielfahrer oder die Highline-Fraktion (Händlerjargon), die viel Geld für ihr Auto ausgeben kann, aber wenig Wert auf automobile Statussymbole legt. Entsprechend breit ist die Preisliste gefächert.

Das billigste Modell (Trendline/150 PS) wird mit 30.250 Euro (Variant: 31.325 Euro) ausgewiesen, das teuerste (Highline/240 PS/Allradantrieb) mit 45.125 Euro (46.300 Euro). Weitere Wünsche lassen sich durch diverse Kreuze in der gut 20-seitigen Ausstattungs- und Aufpreisliste erfüllen. Dann allerdings überspringt der Volkswagen mühelos die 50.000 Euro-Grenze.

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