Wolfsburg - VW Caddy: Ein Erfolgstyp und Multitalent

VW Caddy: Ein Erfolgstyp und Multitalent

Von: Sabine Neumann
Letzte Aktualisierung:
VW Caddy
Gestraffte Linie: Die vierte Generation des Hochdachkombis VW Caddy kommt im Juni in den Handel. Foto: Volkswagen

Wolfsburg. Der VW Caddy ist ein Erfolgstyp und Multitalent. In seinen elf Baujahren wurden bislang 1,5 Millionen Fahrzeuge verkauft. Allein im vergangenen Jahr 149.000 Stück und damit 9000 mehr als im Jahr zuvor. Längst ist der kleine Transporter bei Gewerbetreibenden ebenso beliebt wie bei Privatkunden.

Diese beiden Kundengruppen mit ihren ganz unterschiedlichen Bedürfnissen soll nun die vierte Generation noch individueller bedienen.

Schon bei der ersten Begegnung mit dem neuen Caddy fällt deutlich die modernere Optik ins Auge. Sie lässt den Wagen breiter und satter auf der Straße wirken. Dazu trägt unter anderem die neu gestaltete Front bei, die unverkennbar VW-Gene zeigt. So sind in den markanten Kühlergrill die neugestalteten Scheinwerfer integriert, die sich weit in die muskulös nach außen gewölbten Radhäuser hineinziehen.

Während einerseits eine robuste Kunststoffbeplankung auf den Einsatz von Kastenwagen und Personentransporter als Arbeitstier hindeutet, lassen chromfarbene Lüftungsschlitze die Pkw-Variante deutlich wertiger als bisher erscheinen. Sehr klar und von wenigen, markant gezeichneten Linien betont, präsentiert sich die Seitenansicht, was sich vor allem beim Kastenwagen bemerkbar macht.

Da, wo bei der Familienversion die hinteren Schiebetüren und steil stehende Seitenfenster zu sehen sind, weist der Stadtlieferwagen absolut glatte Flächen auf. Zum Bekleben für gewerblich genutzte Fahrzeuge sind die bestens geeignet.

Wuchtig und satt haben die Designer das Heck gestaltet. Dafür sorgt ein großes und ebenfalls steil stehendes hinteres Fenster in der über die gesamte Fahrzeugbreite und bis auf den Stoßfänger reichenden Ladeklappe.

Dahinter verbirgt sich wie gehabt der 3,2 Quadratmeter große Frachtraum des Caddy mit einer Ladehöhe von 1,25 Metern. Die maximale Ladelänge von bis zu 2,60 Metern lässt sich auch bei den Kompakt-Vans mittels des nach vorne umklappbare Beifahrersitzes erreichen (optional). Zahlreiche und große Ablagefächer im Innenraum - unter anderem eine Dachreling, die selbst DIN A4-Ordner fasst - sorgen an Bord für Ordnung.

Für den neuen Jahrgang haben die Designer insbesondere an der Praktikabilität des nun deutlich gradliniger und horizontaler ausgelegten Instrumententrägers gefeilt. Die Stadtlieferwagen bieten hier offene Fächer für Unterlagen und Arbeitspapiere sowie ein Staufach vor der Windschutzscheibe. Ein Manko der bisherigen Generation konnte leider im Rahmen der Überarbeitung noch nicht ausgemerzt werden: das Display für das aufpreispflichtige Navigationssystem liegt unter den Verstell-Elementen für die Heizung und damit sehr tief.

Laut Entwicklungsvorstand Hans-Joachim Rothenpieler wäre der für eine Änderung notwendige Eingriff in die Struktur des Fahrzeugs zu aufwändig und damit zu kostenintensiv gewesen. Im positiven Sinne geblieben ist hingegen die Variabilität der bis zu sieben Sitze. Klappbare Rückenlehnen, aufstellbares oder ausbaubares Gestühl tragen zur hohen Alltagstauglichkeit bei.

Den Betriebskosten senken soll die erneuerte Motorenpalette. Sie umfasst vier Diesel (75 PS bis 150 PS), drei Benziner (84 PS bis 125 PS, darunter auch ein Dreizylinder) sowie ein Gas-Aggregat. Alle Triebwerke erfüllen die EU6-Norm und haben ein Start-Stopp-System. Laut VW sind die Selbstzünder dadurch bis zu 1,2 Liter sparsamer im Verbrauch geworden.

Für die Kraftübertragung bietet VW Fünf- und Sechsgang-Schalter oder auch Sechs- und Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe an. Ebenfalls im Angebot ist für einige Motorvarianten der Allradantrieb 4Motion.

Bei einem Einstiegspreis von 18.242 Euro für die Familienversion sind nun eine Geschwindigkeitsregelanlage mit Tempobegrenzer (Speedlimiter) und das Beobachtungssystem „Front Assist“ serienmäßig mit an Bord, mithin die von den Pkw-Geschwistern bekannte „City Notbremsfunktion“. Sie bremst bei einem drohenden Aufprall den Wagen ab. Völlig neu ist das Angebot an Infotainment-Systemen. Bis auf das kleinste Radio verfügen alle anderen über einen Touchscreen.

Darauf können unter anderem über das System „Mirror Link“ (aufpreispflichtig) ausgewählte Smart-Phone-Apps geladen werden. Eine weitere Maßnahme, um den Caddy für die Zukunft fit - und damit weiterhin erfolgsversprechend - zu machen.

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