Wolfsburg - VW Beetle Design 1,4 TSI: Einer der gut aussieht

VW Beetle Design 1,4 TSI: Einer der gut aussieht

Von: amv
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Kleine Änderungen am Stoßfänger kennzeichnen das neue Modelljahr beim VW Beetle - in der geschlossenen Version ebenso wie hier beim Cabrio. Foto: Volkswagen AG

Wolfsburg. Ein Kompliment ob seines Aussehens ist wohl das Mindeste, was man bei einem Beetle mit der Zusatzbezeichnung „Design“ erwartet. Das sich der knuffige VW unerwartet erwachsen und souverän fahren lässt, ist dann zudem bemerkenswert.

Zum guten Aussehen trägt natürlich am auffälligsten die Wagenfarbe bei. In diesem Fall ein metallisches Flaschengrün - ein echter Hingucker. Vor allem tonangebend - anders als bei der klassischen Ausführung - ist so manches Bauteil an Karosserie oder im Innenraum in der jeweiligen Farbe gehalten. Stoßfänger, Außenspiegel und Türgriffe gehören ebenso dazu wie die Blende am VW-typisch gut gestalteten Armaturenbrett oder das Lenkraddekor.

Das alles hat man als Fahrer oder Beifahrer von bequemen Komfortsitzen aus im Blick. Nein, nicht alles: der rechte Außenspiegel lässt sich für einen durchschnittlich großen Fahrer bei optimaler Sitzeinstellung nicht weit genug in Richtung Fahrzeug steuern. Um das hintere Radhaus als Orientierungspunkt zu erkennen, muss man sich leicht nach strecken.

Viel Sicht nach draußen haben die Fondinsassen aufgrund der kleinen Fensterfläche hinten zwar auch nicht, dafür reisen sie aber selbst auf langen Strecken durchaus angenehm. Ein Radstand von 2,52 Metern macht es möglich, dass ausreichend Kniefreiheit geboten ist. Bei Sitzriesen stößt indessen die Kopffreiheit rasch an ihre Grenzen. Zudem sollten die Fondinsassen über ein gewisses Maß an Beweglichkeit verfügen, um zu ihren Plätzen zu gelangen.

Denn trotz der großen Türausschnitte und der Easy-Entry-Funktion der Sitze hat ein Zweitürer an diesem Punkt einfach seine Schwächen. Das gilt überdies, wenn Kindersitze hinten montiert und die Jüngsten dort angeschnallt werden sollen.

Das Fach in der höhenverstellbaren Mittelarmlehne, die Becherhalter oder ein zigarettenschachtelgroßes Fach unter der Mittelkonsole dienen als Platz für Kleinkram. Dazu kommt das Handschuhfach für alle Bordpapiere und das - in der Designausstattung serienmäßige - „Käferfach“ im oberen Teil der Armaturentafel. Fächer in den Türen gibt es indessen nicht. Dort hält nur ein breites Gummiband die Wasserflasche an ihrem Ort.

Der Kofferraum reicht mit einem Fassungsvolumen von 310 Litern zumindest für das Wochenendgepäck von vier Unternehmungslustigen. Aufgrund der runden Form der Karosserie und der ausladenden Stoßfänger muss man sich allerdings ziemlich strecken, um an hinten liegende Taschen zu gelangen. Dabei ist aber die Ladekante angenehm niedrig. Klappt man die Sitze um, dann steigt das Fassungsvermögen des Gepäckabteils auf 905 Liter, es bleibt eine Stufe im Ladeboden.

Ist alles an Bord und der Startknopf gedrückt, dann zeigt der 150 PS starke 1,4-Liter-TSI schnell, was in ihm steckt. Als so genannter Twin-Charger wird er mit Kompressor und Turbolader gleich doppelt aufgeladen. Der Sprint von Null auf Tempo 100 gelingt laut Volkswagen in 8,7 Sekunden. Das maximale Drehmoment von 250 Newtonmetern liegt zwischen 1500 und 3500 Umdrehungen an, sprich Antritt und Durchzugsvermögen sind wirklich kraftvoll und dynamisch.

Selbst bei hohen Geschwindigkeiten zeigt das Aggregat keinerlei Schwächen, leistet agil und angenehm zurückhaltend bei den Arbeitsgeräuschen seine Aufgaben. Da sind die Windgeräusche entschieden lauter. Fordert man das Leistungspotenzial energisch ab, geht’s ins Geld. Dann kommen zu den laut Norm angegebenen 5,7 Litern schnell ein paar Liter mehr hinzu. Bei einem Mix aus Stadtverkehr (Start-Stopp-Automatik), ruhigen Landstraßenstrecken und etwas Spaß auf der Autobahn pendelt sich der Verbrauch schließlich bei 7,2 Litern ein.

Ganz gleich, welches Streckenprofil man wählt, die Abstimmung von Fahrwerk und Dämpfern ist tadellos. Bodenwellen nimmt der Beetle souverän. Bei schnell gefahrenen Kurven gibt es keinerlei Wankbewegung. Das macht der Retro-Käfer alles wie in ein Großer.

Zur Serienausstattung gehören unter anderem Multikollisionsbremse, Berganfahrhilfe, Reifendrucküberwachung, Tagfahrlicht, elektrisch verstell- und beheizbaren Außenspiegel, Radio und Multifunktionsanzeige. Die Design-Version beinhaltet zudem noch 16-Zoll-Leichtmetallfelgen, Nebelscheinwerfer, Abbiegelicht und in Kombination mit dem 1,4-Liter-TSI den Heckspoiler - natürlich in der grünen Wagenfarbe lackiert.

Bei einem Grundpreis von 22.575 Euro schlägt die Metallic-Lackierung mit weiteren 565 Euro zu Buche. Gönnt man sich zudem Extras wie das Komfortpaket inklusive Klimaautomatik (1530 Euro), Navigationsfunktion (555 Euro), Rückfahrkamera (295 Euro) und Parkpilot (575 Euro) sowie eine der feinen Musikanlage des US-Herstellers Fender (580 Euro) oder Xenon-Scheinwerfer (795 Euro), dann kommt die erkleckliche Summe von 31.856 Euro zusammen. Gutes Design gepaart mit der entsprechenden Ausstattung hat so seinen Preis.

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